Christian Huppert
Fachreferent des Paritätischen NRW
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... ist der Dachverband für derzeitig 32 gemeinnützige Organisationen und acht Selbsthilfegruppen.
Diese halten mit ihren Angeboten, Diensten und über 70 Einrichtungen vielfältige soziale Hilfen für die Menschen vor Ort bereit.
Mittendrin, statt nur dabei
Christian Huppert
Fachreferent des Paritätischen NRW
Unter dieses Thema hat der Paritätische Wohlfahrtsverband seine diesjährige Mitgliederversammlung in der Kraftstation gestellt.
Christian Huppert, Fachreferent des Paritätischen, erläutert die wesentlichen Inhalte der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen. Inklusion hinterfragt die gesellschaftlichen Systeme von Wohnen, Bildung und Arbeiten, um so die von der UN-Konvention geforderte gleichberechtigte Teilhabe zu ermöglichen. Huppert macht deutlich, dass diese von der Bundesrepublik Deutschland im März 2009 ratifizierte Konvention unsere Gesellschaft vor erhebliche Herausforderungen stellt; schließlich sei Deutschland z.B. in der Umsetzung inklusiver Bildung in Europa eines der Schlusslichter.
Aktuelle Diskussionen und die Beiträge in den Medien haben gezeigt, dass Inklusion mehr bedeutet als behinderte und nichtbehinderte Schülerinnen und Schüler gemeinsam zu unterrichten. Es kann darüber hinaus gemeinsam viel erreicht werden. „Inklusion muss in den Köpfen beginnen.“ fordert Ute Feldbrügge, Geschäftsführerin des örtlichen Wohlfahrtsverbandes
Karl-Manfred Halbach
Vorsitzender des
Paritätischen in Remscheid
„Die Forderung nach Inklusion und Teilhabe verändert die Rollen der Akteure: Menschen mit Behinderung können und müssen ihre Entscheidungsautonomie erhöhen und mehr Verantwortung übernehmen.“ sagt Christian Huppert. Gleichzeitig sollen Einrichtungen und Dienste in der Behindertenhilfe neben der pädagogischen Begleitung auch verstärkt in das Gemeinwesen hinein wirken.
Eine gesellschaftliche Diskussion muss geführt werden, in welcher wir die bestehenden Ängste und Befürchtungen aller Beteiligten ernst nehmen und diese versuchen abzubauen“ sagt Karl-Manfred Halbach, Vorsitzender des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes. Inklusion und die Umsetzung der UN-Behindertenkonvention in Remscheid sind keine Themen für kurzen Atem. „Inklusion hat in den Zeiten der öffentlichen Sparhaushalte leider noch ein Hindernis mehr zu überwinden.“ ergänzt Ute Feldbrügge.
© Aktion Mensch
Mit dem Begriff „Inklusion“ wird ein Blickwechsel im Zusammenleben von Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen beschrieben. Dieser geht über Integration hinaus. Bislang stand die individuelle Förderung von Menschen mit Behinderungen im Mittelpunkt. Es ging um die Integration in bestehende Strukturen und den Ausgleich von Nachteilen.
Die UN-Behindertenrechtskonvention verpflichtet zu einem neuen Blick: Wie müssen die Strukturen in unserer Gesellschaft umgestaltet werden, damit sich Menschen mit Beeinträchtigungen am Alltagsleben beteiligen können, ohne auf Hindernisse zu stoßen?
Im Unterscheid zu Integration bedeutet Inklusion: Die Teilhabefähigkeit des einzelnen Behinderten und die Teilhabemöglichkeiten der Gesellschaft in Einklang zu bringen.
Inklusion und die Umsetzung der UN-Behindertenkonvention sind keine Themen für kurzen Atem. Die Ziele der Konvention sind weit reichend und die Wege dorthin werden lang und mit Hindernissen gepflastert sein.
Mitgliederkonferenz des PARITÄTISCHEN
Kreisgruppe Remscheid
Wann: Donnerstag, 19. Januar 2012
Beginn: 18.30 Uhr
Ort: Kraftstation
Honsberger Str. 2
42857 Remscheid
Die Räumlichkeiten sind barrierefrei zu erreichen.
Vor einer Vorfestigung der Armut auf Rekordniveau warnt der Paritätische Wohlfahrtsverband anlässlich der Veröffentlichung seines Armutsberichtes 2011. Scharfe Kritik übt der Verband an der Sozialpolitik der Bundesregierung. Er fordert die Bundesregierung zu einer rigorosen armutspolitischen Kehrtwende auf.
Rund 12 Millionen Menschen sind laut Paritätischem Armutsbericht in Deutschland armutsgefährdet – 14,5 Prozent der Bevölkerung. Alarmierend sei, dass auch in Jahren mit starkem Wirtschaftswachstum wie 2006, 2007 oder 2010 die Armut nicht zurückgegangen sei. „Es handelt sich um eine Verhärtung der Armut auf sehr hohem Niveau“, stellt Hauptgeschäftsführer Ulrich Schneider fest. „Wo die Wirtschaft nicht für sozialen Ausgleich sorgt, ist die Politik gefordert.“
Nach der Studie, die den Zeitraum 2005 bis 2010 umfasst, zeigen insbesondere die Bundesländer Berlin und Nordrhein-Westfalen einen deutlichen Negativtrend. Besonders besorgniserregend sei die negative Entwicklung im Ruhrgebiet. Sehr hohe Armutsquoten mit seit Jahren steigender Tendenz im größten Ballungsgebiet Deutschlands müssten in der Politik sämtliche Alarmglocken läuten lassen. „Wenn dieser Kessel mit fünf Millionen Menschen einmal zu kochen anfängt, dürfte es schwer fallen, ihn wieder abzukühlen“, warnt Schneider.
Den Bericht, weitere Infos und eine detaillierte Suchfunktion nach Postleitzahlen finden Sie im Internet unter:
© iree
Der Bundesverband spanischer sozialer kultureller Vereine und das Spanische Sozio-Kulturelle Bildungswerk haben am Samstag, den 17. September 2011 ihre neuen Räumlichkeiten in der Hindenburgstr. 1 in Remscheid, im Rahmen einer feierlichen Tagesveranstaltung, eröffnet.
Unter den über 200 Personen, die sich an diesem Tag zusammengefunden haben, befanden sich Vertreter unterschiedlicher spanischer Institutionen, wie der Konsul des Spanischen Generalkonsulates in Düsseldorf, Francisco Aguilera Aranda, die Abteilung für Arbeit und Migration der Spanischen Botschaft in Berlin, vertreten durch den Staatsbeamten José Fidalgo Ruiz und der Lehrer für Spanischen Muttersprachlichen Oberstufenunterricht (ALCE), Javier Ovelleiro, als Repräsentant der Bildungsabteilung der Spanischen Botschaft. Zudem nahmen auch die verschiedenen kommunalen Behörden und Einrichtungen der Stadt Remscheid; der Stadtdirektor Burkhard Mast-Weisz, der Leiter des Zentraldienstes Stadtentwicklung und Wirtschaft, Hans Gerd Sonnenschein, der Vorsitzende des Integrationsausschusses, Luigi Costanzo und weitere lokale Einrichtungen, politische Fraktionen, Sprachlehrer und Rektoren städtischer Schulen.
Ziel der Veranstaltung war es, das neue Zentrum des Spanischen Bundesverbandes für die Öffentlichkeit bekannt zu machen. Die neuen Räumlichkeiten, die in vier klar definierte Teilbereiche aufgeteilt sind, umfassen:
Für das Rahmenprogramm sorgte eine aus Jugendlichen bestehende Theatergruppe der Kunst- und Musikschule der Stadt Remscheid, die von dessen Leiter, Charles Wesseler, gestellt wurde.
© Der Paritätische NRW GSP - Gemeinnützige Gesellschaft für soziale Projekte mbH
Remscheid, Juli 2011. Eine Patientin oder ein Patient ist an Demenz erkrankt, aus anderen Gründen nicht auskunftsfähig. Niemand kennt sie oder ihn, niemand weiß, welche Medikamente regelmäßig eingenommen werden oder ob ein chronisches Leiden vorliegt. Trägt sie/er einen Herzschrittmacher, reagiert die Person allergisch? Fragen, die in der akuten Krise für eine Behandlung wichtig sind. Antworten bietet eine neue Notfallmappe für Menschen mit einer Demenzerkrankung, die der Paritätische Wohlfahrtsverband für den Fall der Einweisung in ein Krankenhaus entwickelt hat. Nach erfolgreicher Testphase in Herdecke wird die Mappe nun auch überregional der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und Betroffenen kostenlos zur Verfügung gestellt.
Die Notfallmappe des Paritätischen bietet alle wichtigen Informationen auf einen Blick. Sie umfasst die wesentlichen Angaben zur Person, Vorsorgedokumente (Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung), aktuelle Diagnosen und Medikamente sowie Informationen zu Gewohnheiten und pflegerischen Besonderheiten. Entwickelt wurde die Mappe gemeinsam mit Angehörigen, dem Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke, der Modell Herdecke Plus AG und der Pflegeberatung der Stadt Herdecke im Rahmen des Projektes „Blickwechsel Demenz. Regional“. Dieses Projekt wurde durch eine Förderung aus der Stiftung Wohlfahrtspflege des Landes Nordrhein-Westfalen ermöglicht.
Erhältlich ist die Mappe in der Geschäftsstelle des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes in Remscheid. Zudem steht sie ab sofort für alle Interessierten zum Herunterladen im Internet zur Verfügung:
Vor einer Verfestigung der Armut auf Rekordniveau warnt der Paritätische Wohlfahrtsverband anlässlich der Veröffentlichung seines Armutsberichtes 2011. Nach der Studie, die den Zeitraum 2005 bis 2010 umfasst, zeigen insbesondere die Bundesländer Berlin und Nordrhein-Westfalen einen deutlichen Negativtrend. Besonders besorgniserregend sei die negative Entwicklung im Ruhrgebiet. Sehr hohe Armutsquoten mit seit Jahren steigender Tendenz im größten Ballungsgebiet Deutschlands müssten in der Politik sämtliche Alarmglocken läuten lassen. Den Bericht, weitere Infos und eine detaillierte Suchfunktion nach Postleitzahlen finden Sie im Internet unter:
www.der-paritaetische.de/armutsbericht2011
Von Pflicht und Kür im Sozialstaat: Prof. Dr. Heribert Prantl begeisterte die rund 500 Gäste am Tag des Paritätischen NRW am Freitag, 18. November 2011, in der Wuppertaler Stadthalle mit seiner leidenschaftlichen Rede. Wer auf Kosten von Integration und vorsorgender Sozialpolitik spare, betreibe nicht Zukunftssicherung, sondern Zukunftszerstörung, betonte Prantl (Chefredaktion Süddeutsche Zeitung). Der Paritätische warnt seit Jahrzehnten vor den gesellschaftlichen Auswirkungen von Armut und Ausgrenzung. Mehr