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Der Paritätische in Remscheid

... ist der Dachverband für derzeitig 32 gemeinnützige Organisationen und acht Selbsthilfegruppen.
Diese halten mit ihren Angeboten, Diensten und über 80 Einrichtungen vielfältige soziale Hilfen für die Menschen vor Ort bereit.


Pressemeldung

Neues Basiskonto für alle

Der Paritätische in Remscheid begrüßt den Rechtsanspruch aufs Girokonto

Ein Leben ohne Girokonto ist eigentlich nicht möglich. Trotzdem wird in Deutschland bis zu einer Million Menschen der Zugang zu einem eigenen Konto verwehrt. Nur weil sie arm und überschuldet sind oder als Flüchtlinge kein gesichertes Aufenthaltsrecht haben. Damit ist nun Schluss: Ab dem 20. Juni gibt es einen allgemeinen Rechtsanspruch auf ein „Basiskonto“. Damit greift die Bundesregierung eine seit vielen Jahren erhobene Forderung der Wohlfahrtsverbände und der Schuldnerberatungsstellen auf.

„Hier geht es um die Würde der einzelnen Menschen“, findet Ute Feldbrügge, Geschäftsführerin. „Seit Jahren fordert der Paritätische gemeinsam mit den anderen Wohlfahrtsverbänden, auch Überschuldeten oder Menschen ohne gesicherten Aufenthaltsstatus den Weg zu einem eigenen Konto frei zu machen.“ Denn ohne ein eigenes Konto fehlt diesen Menschen jegliche Perspektive: Sie können weder eine Arbeit aufnehmen, noch eine Wohnung anmieten. Auch Strom, Wasser, Telefon und Zeitungsabonnements und zahlreiche Kaufverträge und damit viele Alltagsgeschäfte erfordern ein Girokonto.

Das Zahlungskontengesetz schafft einen Rechtsanspruch auf ein Basis-Girokonto für alle, gerade auch für Überschuldete, Geringverdiener/-innen, Wohnungslose, Asylsuchende und auch für bloß „geduldete“ Flüchtlinge, die bislang häufig vom bargeldlosen Zahlungsverkehr ausgeschlossen waren. Das Basiskonto ermöglicht Ein- und Auszahlungen, Lastschriften, Überweisungen und das Bezahlen mit Karte.


Praxis ohne Grenzen

Kostenlose medizinische Hilfe in Remscheid

Das neue Angebot für Menschen ohne Krankenversicherung wird zurzeit von 41 Ärzten in Remscheid angeboten. Praxis ohne Grenzen soll ärztliche Hilfe frei von bürokratischen Hürden bieten und verhindern, dass Menschen, die sich Gesundheit nicht leisten können, medizinisch unterversorgt sind.

Die medizinische Versorgung umfasst hausärztliche und fachärztliche Behandlung und beinhaltet auch apparative Diagnostik.

Weitergehende Informationen finden Sie auf der Internetseite und in der Broschüre von Praxis ohne Grenzen.


Hand in Hand gegen Rassismus – für Menschenrechte und Vielfalt

Für unsere Werte einstehen

Die Wohlfahrtsverbände in Remscheid unterstützen den bundesweiten Aktionstag „Hand in Hand gegen Rassismus – für Menschenrechte und Vielfalt“ am 19.03.2016.
Zahlreiche namhafte Akteure der Zivilgesellschaft, darunter auch einige Wohlfahrtsverbände, rufen an diesem Tag zu Aktionen der Solidarität auf. Mithilfe von Kundgebungen und anderen Veranstaltungen soll in ganz Deutschland gemeinsam ein Zeichen gegen die anwachsende Fremdenfeindlichkeit gesetzt werden. Drei Monate später, am 19.06.2016 werden dann in mehreren Städten Menschenketten organisiert, die Moscheen, Kirchen, Synagogen, soziale Einrichtungen, Flüchtlingsunterkünfte, Kultureinrichtungen und Rathäuser symbolisch miteinander verbinden.
Anlass des bundesweiten Aufrufs sind die Ausbreitung fremdenfeindlicher Vorurteile in der Mitte unserer Gesellschaft und die alarmierende Zunahme rassistischer Übergriffe und Bedrohungen.
Wir unterstützen nachdrücklich den Aufruf, die Stimme zu erheben und für eine tolerante Gesellschaft gegen Rassismus und Hass einzutreten - für ein weltoffenes, menschliches und vielfältiges Deutschland und Europa.

Wir rufen deshalb unsere Politikerinnen und Politiker sowie die Zivilgesellschaft auf:

  • Weicht nicht zurück vor dem Hass, sondern steht ein für eine offene Gesellschaft! Die Würde des Menschen ist unantastbar. Die Genfer Flüchtlingskonvention darf nicht in Frage gestellt oder durch nationale Asylrechts-Verschärfungen untergraben werden.
  • Stoppt Waffenexporte in Krisengebiete und bekämpft die Fluchtursachen.
  • Schützt Flüchtlinge und alle, die von rassistischer Hetze und Angriffen bedroht werden.
  • Unterstützt haupt- und ehrenamtliche Helferinnen und Helfer endlich ausreichend bei ihrer wertvollen Arbeit.
  • Sorgt für Teilhabe und gelingende Integration. Alle Menschen haben das Recht auf ein menschenwürdiges Leben, auf bezahlbaren Wohnraum und auf Zugang zu Bildung und Arbeit.

Bundesweite Aktion

Bundesweit finden an diesem Tag in zahlreichen Städten Aktionen statt, siehe auch hand-in-hand-gegen-rassismus . Es geht darum, das Feld nicht denjenigen zu überlassen, die hetzen und Vorurteile streuen, spalten wollen und Angst schüren. Die Veranstalter setzen sich ein für eine offene und von Vielfalt geprägte Gesellschaft, für den Schutz der Flüchtlinge, ein Europa der Menschenrechte und Solidarität, faire Asylverfahren und uneingeschränkte Hilfe für Kinder auf der Flucht.


Neue Broschüre: Elternrechte bei Hilfe zur Erziehung

Eine neue Broschüre des Paritätischen NRW hilft Eltern, die Unterstützung bei der Erziehung ihrer Kinder benötigen. „Elternrechte bei Hilfe zur Erziehung“ klärt auf: Was für Leistungen der Erziehungshilfe nach dem Kinder- und Jugendhilfegesetz (SGB VIII) gibt es? Welche Hilfen stehen mir zu? Welche Rolle spielt das Jugendamt? In einfachen Worten beschreibt die Broschüre, wie der Kontakt zu freien Trägern der Jugendhilfe und dem Jugendamt ablaufen kann und nimmt so Ängste vor dem Erstkontakt.


Selbsthilfegruppen in Remscheid online finden

Selbsthilfekontaktstelle Remscheid stellt neues Internetportal vor

Von A wie Alkoholabhängigkeit bis Z wie Zwangsstörungen: Selbsthilfegruppen zu (fast) allen Themen finden Bürger/-innen ganz schnell und einfach online im Selbsthilfenetz des Paritätischen NRW. Aktuell umfasst die Datenbank unter www.selbsthilfenetz.de rund 9.000 Gruppen, sortiert nach ca. 700 Stichworten. Für Remscheid sind 31 Gruppen im Selbsthilfenetz verzeichnet. Dank Förderung durch die AOK konnte der Paritätische das Internetportal technisch und optisch komplett neu aufsetzen.

„Falls Sie im Selbsthilfenetz keine Gruppe zur Ihrem Thema hier in Remscheid finden: Sprechen Sie uns an!“, ermuntert Bärbel Lanzrath interessierte Bürgerinnen und Bürger. „Wir sind Ihr Ansprechpartner zum Thema Selbsthilfe, vermitteln in bestehende Gruppen oder geben Ihnen Starthilfe bei der Gründung von neuen Gruppen.“
Das Selbsthilfe-Büro Remscheid hat seinen Sitz in der Hastener Str. 15. Erreichbar ist das Selbsthilfebüro freitags von 12 bis 15 Uhr unter Telefon 02191-16-3955 oder E-Mail selbsthilfe-remscheid@paritaet-nrw.org. Wer mag, kann auch persönlich in der Kontaktstelle im Gesundheitsamt vorbeischauen.

In NRW gibt es 54 Selbsthilfe-Kontaktstellen und –Büros, 38 davon unter dem Dach des Paritätischen. Der Verband hat das Selbsthilfenetz 1997 ins Leben gerufen und ist für die Weiterentwicklung und den Betrieb des Netzes verantwortlich. Die Datenpflege der örtlichen Gruppen übernehmen die jeweiligen Selbsthilfe-Kontaktstellen und -Büros. Finanziell unterstützt wird das bundesweit einmalige Internetportal durch die AOK NordWest und die AOK Rheinland/Hamburg.

www.selbsthilfenetz.de



Paritätischer Gesamtverband fordert Qualitätsoffensive bei Kitas und Krippen

Logo des Paritätischen Gesamtverbandes

Eine Qualitätsoffensive von Bund und Ländern für Kitas und Krippen fordert der Paritätische Gesamtverbandverband in Reaktion auf die aktuelle Studie der Bertelsmann-Stiftung zur Betreuungssituation im regionalen Vergleich. Er kritisiert, dass Deutschland was die Qualität und insbesondere den Fachkräfteschlüssel angeht, einem „Flickenteppich“ gleicht. Mehr


Sozialbericht NRW zeigt: Viele Menschen bleiben ausgegrenzt

Logo der Freien Wohlfahrtspflege NRW

Der am 28. Juni 2016 von der NRW-Landesregierung vorgelegte Sozialbericht zeigt: Trotz verschiedener Förderprogramme hat sich in den vergangenen zehn Jahren an der Armutssituation in NRW wenig geändert. Die Zahl armer Alleinerziehender ist konstant hoch geblieben, die Anzahl derjenigen, die im Alter arm sind, steigt. 16,2 Prozent der Menschen in NRW sind aufgrund von Armut vom „normalen Leben“ ausgrenzt. Mehr


Hand in Hand gegen Rassismus

Logo Hand in Hand gegen Rassismus

Unter dem Motto „Hand in Hand gegen Rassismus“ haben am 18. Juni 2016 an die 8.500 Kinder, Jugendlichen, Frauen, Männer und Großeltern eine knapp vier Kilometer lange Menschenkette durch die Bochumer Innenstadt gebildet. Das Ziel war es, ein Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit und Ausgrenzung zu setzen. Über 100 Organisationen und Verbände unterstützten das Bochumer Bündnis bei der Mobilisierung und Aufstellung der Menschenkette, unter anderem der Paritätische Wohlfahrtsverband. Mehr


Neue Perspektiven für Langzeitarbeitslose

Logo der Stiftung Solidarität bi Arbeitslosigkeit und Armut, die den Regine-Hildebrandt-Preis vergibt

„Lange Arbeit macht manchmal zu schaffen. Immer und viel schwerer zu schaffen macht lange Arbeitslosigkeit. Sie erschöpft nicht bloß für einen Tag, sondern für das ganze Leben.“ Dieses Zitat von Regine Hildebrandt war Motto des diesjährigen Regine-Hildebrandt-Preises der Stiftung Solidarität bei Arbeitslosigkeit und Armut. Mit dem mit 3000 Euro dotierten regionalen Förderpreis wurde der Verein Profil aus Bielefeld ausgezeichnet. Die Mitgliedsorganisation des Paritätischen NRW bietet Langzeitarbeitslosen dauerhafte Arbeitsplätze jenseits aktueller Fördermaßnahmen der Arbeitsmarktpolitik. Mehr


 



 
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