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Der Paritätische in Remscheid

... ist der Dachverband für derzeitig 32 gemeinnützige Organisationen und acht Selbsthilfegruppen.
Diese halten mit ihren Angeboten, Diensten und über 80 Einrichtungen vielfältige soziale Hilfen für die Menschen vor Ort bereit.


Pressemeldung

Was tun gegen Altersarmut in Remscheid?

Einladung zur Fachveranstaltung der Arbeitsgemeinschaft Freie Wohlfahrtspflege (AGW) Remscheid

Im Alter wird das Geld knapp, weil Frauen oft in Teilzeit tätig sind und dadurch weniger in die Rentenkasse einzahlen. © Fotolia

Die Arbeitsgemeinschaft Freie Wohlfahrtspflege (AGW) Remscheid macht die Altersarmut zum Thema: Bei einer Fachveranstaltung kommen am Donnerstag, dem 02.02.2017, von 16:00 bis 19:00 Uhr im Lindenhof in der Honsberger Straße 38 in Remscheid unter anderem der Remscheider Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz und Stadtdirektor Dr. Christian Henkelmann mit Betroffenen sowie mit Experten aus Verbänden, Politik und Verwaltung ins Gespräch. Ziel ist es, konkrete Maßnahmen zu entwickeln, mit denen der Altersarmut in Remscheid entgegengewirkt werden kann. Dazu wird es auch vier Workshops geben, die sich mit den Aspekten Wohnen, Freizeitgestaltung, Mobilität und Gesundheit befassen. Mehr Informationen zum Programm auf http://www.ekir.de/lennep/Downloads/Altersarmut.pdf

Die Veranstaltung ist öffentlich. Alle Interessierten und Medienschaffenden sind hiermit herzlich eingeladen!

In der Arbeitsgemeinschaft Freie Wohlfahrtspflege Remscheid (AGW RS) arbeiten AWO, Caritasverband, Deutsches Rotes Kreuz, Paritätischer Wohlfahrtsverband und Diakonisches Werk zusammen.

Armut ist keine Frage des Schicksals

Auch die Presse berichtete über die Veranstaltung:
Zeitungsartikel vom 03.02.2017 im Remscheider Generalanzeiger

Leiteten Workshops und referierten (von links): Matthias Bioly (Stadtwerke), Ute Feldbrügge (DPWV), Rainer Bannert (AWO, Sandra Engelberg (Caritas), Dr. Frank Johannes Hensel (LAG Freie Wohlfahrtspflege), Dr. Bettina Stiel-Reifenrath (Ärztekammer), David Schmid (Quartiersmanager). Foto: Roland Keusch

AG WOHLFAHRTSPFLEGE DISKUTIERT DAS THEMA ALTERSARMUT. EXPERTE WARNT VOR FOLGEN FÜR DIE DEMOKRATIE.

Von Thomas Wintgen

Vom südafrikanischen Freiheitskämpfer Nelson Mandela stammt die Aussage, dass weder Sklaverei noch Apartheid gottgegeben seien. „Altersarmut ist das auch nicht“, sagte Frank Johannes Hensel am Donnerstag in seinem Impulsreferat zur Fachveranstaltung „Altersarmut“ im neuen Lindenhof. Der promovierte Vorsitzende des Ausschusses „Armut und Sozialberichterstattung“ der Landes-AG Freie Wohlfahrtspflege gab eine Reihe von Handreichungen für die bevorstehenden Auseinandersetzungen vor der Landtags- und der Bundestagswahl.

Eine der Kernaussagen war die, dass verbreitete Alterarmut sehr politisch bedingt sei. Anstatt uns weiszumachen, dass sie „gegeben“ sei, könnte die Politik lieber etwas daran ändern. Inzwischen seien jeder siebte Rentner und schon jedes vierte bis fünfte Kind arm. Hensel kündigte an, dass die Parteien im Wahlkampf diverse Seiten gegeneinander ausspielen würden, anstatt – aufrichtig – Altersarmut zu vermeiden.

Zur faktischen Senkung der Rente zählte 2004 der neue Satz von 43 Prozent („Das ist wenig“); 2008 kam die Erhöhung auf 67 Jahre – de facto eine weitere Senkung; seit 2011 gibt es keine Rentenbeiträge mehr für SGB-II-Bezieher – kein Wunder, dass sich die Zahl derer, die auf Sozialleistungen angewiesen sind, seit 2003 fast verdoppelt hat.

„Das 3-Säulen-Modell geht an der Realität inzwischen völlig vorbei,“ sagte Hensel, im Hauptberuf Direktor des Diözesan-Caritasverbandes Köln. Die meisten hätten keinerlei Rücklagen mehr. Es sei nicht nur ein Problem von Teilzeitarbeitnehmern, dass selbst nach 35 bis 40 Jahren durchschnittlichen Beitragsjahren die Rente häufig unter 1 000 Euro liegt. 2014 bekam die Rentnerin in Nordrhein-Westfalen im Schnitt 553 Euro und der Rentner 1 168. Die Armutsrisikoschwelle liege bei 918 Euro, das heißt, statistisch „ist praktisch jede Frau ohne Partner von Altersarmut betroffen“.
Achtung: Betroffene verlieren Glauben an die Gesellschaft

Es dürfe nicht sein, dass es auch nach einer langen Phase des Berufserwerbs eine Rente auf Sozialhilfe-Niveau gebe – dass es geradezu egal sei, ob „ich mich ein Leben lang anstrenge oder nicht“. Hensel nannte das „ein fatales Signal, das uns auf die Füße fällt“. Damit meinte er insbesondere, dass solche Menschen den Glauben an Gesellschaft und Politik verlieren – „sie werden dann sehr verführbar“ gegenüber Versprechungen, und darunter leide die Stabilität der Demokratie. Hensel empfahl den Kommunen, möglichst viele Angebote beitragsfrei zu machen und sich vor allen Dingen in den Bereichen Gesundheit – Bildung – Wohnen gut aufzustellen. Um die Scham insbesondere vieler Frauen vor der Inanspruchnahme von Sozialleistungen zu überwinden, legt der Referent nahe, beim Eintritt ins Rentenalter eine verpflichtende Beratung anzubieten.

Was die Kommune tun könne, damit beschäftigen sich die Arbeitskreise Freizeit & Kultur, Mobilität, Gesundheit und Wohnen. Auf die Scham war bei der Begrüßung auch Sandra Engelberg (Arbeitsgemeinschaft Freie Wohlfahrtspflege Remscheid) eingegangen.

Altersarmut habe auch viele soziale Aspekte; sie könne zur Vereinsamung führen, zumal man nur schwer ins Zentrum gelange, aus Geldmangel nicht ins Café gehe sowie auf Einladungen verzichtet, weil man nichts zu bieten hat.

Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz sagte in seinem Grußwort, dass Altersarmut eine volkswirtschaftliche Herausforderung sei sowie Politik und Verwaltung in allen Bereichen herausfordere – bis hin zur Migration, wo doch heute jeder zweite Schulanfänger in Remscheid einen „Migrationshintergrund“ habe.

Der OB sieht diverse Handlungsfelder für Remscheid: Wenig Geld dürfe nicht den Ausschluss bedeuten. Betroffene müssten bestens über Leistungsangebote informiert sein – bis hin zu den medizinischen.

Prekäre Arbeitsverhältnisse müssten vermieden werden – „Mindestlohn ist das Mindeste“. Eine weitere Rentenkürzung dürfe kein Thema sein. Die beste Vorbeugung sei eine „gute Bildung von Anfang an“, appellierte er, sich des Themas auch in Remscheid fachübergreifend anzunehmen.

Zeitungsartikel vom 4. Februar 2017 in der Rheinischen Post:
http://www.rp-online.de/app/1.6581938


Pressemeldung

 

Rechte von Eltern in türkischer Sprache erklärt

Der Paritätische veröffentlicht türkischsprachige Broschüre

Seit Anfang 2016 gibt es sie auf Deutsch, nun erscheint die türkische Version – die Broschüre „Elternrechte bei Hilfe zur Erziehung“ des Paritätischen NRW klärt auf: Was für Leistungen der Erziehungshilfe gibt es? Welche Hilfen stehen mir zu? Welche Rolle spielt das Jugendamt? Wo kann ich mitentscheiden? In einfachen Worten beschreibt die Broschüre, wie der Kontakt zu freien Trägern der Jugendhilfe und dem Jugendamt ablaufen kann und räumt so Bedenken vor dem Erstkontakt aus dem Weg – das alles nun auch in türkischer Sprache.

„Menschen, deren Muttersprache Türkisch ist, bilden in Deutschland die mit Abstand größte fremdsprachige Community“, erklärt Ute Feldbrügge, die Geschäftsführerin des Paritätischen in Remscheid. Aus diesem Grund hat sich der Paritätische NRW entschieden, die Handreichung übersetzen zu lassen. Denn Informationen zu rechtlichen Fragen sind oft kompliziert. Eltern, die einen Text in ihrer Muttersprache lesen können, haben bessere Chancen, ihre Rechte und Pflichten zu verstehen. Das kommt den Kindern zu Gute.
Die Broschüre „Elternrechte bei Hilfe zur Erziehung“ kann gegen Erstattung des Portos per E-Mail bestellt werden. Ab einer Bestellmenge von zehn Stück wird zusätzlich eine Schutzgebühr von 1,50 Euro je Broschüre erhoben. Bestellungen können an die Kreisgruppe in Remscheid erfolgen.remscheid@paritaet-nrw.org

Die Broschüre steht außerdem sowohl auf Deutsch als auch auf Türkisch als kostenlose barrierefreie PDF-Datei zur Verfügung:

https://www.paritaet-nrw.org/rat-und-tat/veroeffentlichungen/broschueren/

Im Paritätischen Wohlfahrtsverband in Remscheid leisten 32 gemeinnützige Organisationen sowie Initiativen des bürgerschaftlichen Engagements mit 80 Diensten und Einrichtungen Hilfe in allen Feldern sozialer Arbeit.


Mitgliederkonferenz des Paritätischen in Remscheid

Im Rahmen unserer Mitgliederkonferenz werden wir in diesem Jahr eine Diskussion zum Thema „Hetze im Netz“ führen.

"Hetze im Netz"
Gegenrede ist Pflicht?!

Bild: Fotolia #111501899 © fotodo

Die aktuelle Migrationsbewegung aufgrund von Flucht beschäftigt derzeit alle politischen Ebenen von der EU über Bund und Land bis hin zur Kommune. Aber auch Gesellschaft und Medien beschäftigt das Thema täglich.
Wir sehen uns teils mit rassistischen und vorurteilsgeprägten Diskursen konfrontiert. Oft prägen populistische Äußerungen, Schlagwörter und Parolen - ohne fundierten inhaltlichen und sachlichen Kern - die Debatte.
Der Verbalradikalismus nimmt zu.
Gegenrede ist Pflicht?!

Dem Thema nehmen wir uns im öffentlichen Teil unserer diesjährigen Mitgliederkonferenz gemeinsam mit Herrn Sebastian Hammer an.
In seine Ausführungen bezieht er die Erfahrungen der Teilnehmenden ein und arbeitet damit. Er bedient sich hierbei Methoden aus der antirassistischen Arbeit.
 
Referent:
Sebastian Hammer ist stellvertretender Geschäftsführer der IFAK e.V. – Verein für multikulturelle Kinder- und Jungendhilfe – Migrationsarbeit und koordiniert dort die Flüchtlingsarbeit sowie antirassistische Bündnis¬arbeit. Er ist zertifizierter Interkultureller Trainer und arbeitet als Dozent in der Akademie für interkulturelle Handlungskompetenzen der IFAK e.V. sowie der Paritätischen Akademie NRW.

Wir freuen uns auf eine lebhafte Diskussion.

Veranstaltungsort der Mitgliederkonferenz:↵

Kraftstation↵
Honsberger Str. 2↵
42857 Remscheid↵

25.November 2016
Interner Teil 15.00 Uhr
Öffentlicher Teil 15.30 Uhr

Wir würden uns freuen, Sie als Gast zu diesem wichtigen Thema begrüßen zu dürfen!

Wolfgang Zöller Ute Feldbrügge
Vorsitzender Geschäftsführerin

Über das Thema unserer Versammlung berichtete auch der Waterboelles.

 Einladung.pdf (812KB)

Logo Vielfalt ohne Alternative

Fakten gegen Vorurteile

Menschen aufklären und im Wahljahr 2017 dazu bringen, verantwortlich und sozial zu wählen: Das ist das Ziel der Kampagne "Vielfalt ohne Alternative" des Paritätischen NRW gemeinsam mit dem Paritätischen Gesamtverband und weiteren Landesverbänden. „Vielfalt ohne Alternative“ richtet sich vor allem an noch unentschlossene Wähler/-innen. Mehr


Weibliche Genitalverstümmelung

Logo Kutairi

Den Schutz und die Hilfe für von Genitalverstümmelung bedrohte oder betroffene Mädchen und Frauen verbessern, soll das neue Bildungportal www.kutairi.de. Die von der Aktion weißes Friedensband, Mitgliedsorganisation im Paritätischen NRW, betriebene Internetseite bietet schnelle zugängliche Informationen zur weiblichen Beschneidung. So sollen Menschen, die haupt- oder ehrenamtlich in der Flüchtlingsarbeit, der Migrantinnen-Beratung, in Schulen, Kitas und Jugendämter oder Gesundheitswesen tätig sind, informiert und sensibilisiert werden. Mehr


Spiel und Erholung für alle

Logo der Aktiobnsgemeinschaft Junge Flüchtligne in NRW

Auch geflüchtete Kinder und Jugendliche, die in Erstaufnahmeeinrichtungen leben oder aus sogenannten sicheren Herkunftsstaaten stammen, dürfen ihre Kommune oder ihren Landkreis nur aus „zwingenden Gründen“ im Ermessen der Behörden verlassen. Deshalb können sie oft nicht an Ferienfreizeiten oder Ausflügen teilnehmen. Das darf nicht sein, fordert die Aktionsgemeinschaft Junge Flüchtlinge in NRW, der neben dem Paritätischen Jugendwerk NRW mit dem Deutschen Kinderschutzbund NRW auch eine Mitgliedsorganisation des Paritätischen NRW angehört. Mehr


Bündnis "Reichtum Umverteilen" stellt Forderungen zur Bundestagswahl vor

Banner Bündnis Umverteilen

Das Bündnis Reichtum Umverteilen setzt im Wahljahr 2017 auf soziale Gerechtigkeit und startet pünktlich zum Bundestagswahlkampf die Kampagne „Reichtum umverteilen – ein gerechtes Land für alle!“. Insgesamt 30 Organisationen, darunter der Paritätische Gesamtverband, haben sich in dem Bündnis zusammengeschlossen. Strategisches Ziel ist es, neben der Frage der sozialen Gerechtigkeit die Steuer- und Umverteilungspolitik in den Mittelpunkt des Wahlkampfs zu rücken. Gefordert werden unter anderem die stärkere Besteuerung finanzstarker Unternehmen sowie großer Vermögen, Einkommen und Erbschaften. Mehr


 



 
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