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Archiv

Hier finden Sie ältere Meldungen, die teilweise nicht mehr aktuell sind



Aktionstag in Wuppertal am 13. April 2013
Kundgebung mit Dr. Ulrich Schneider

Gemeinsam mit starken Partnern ist der Paritätische dem bundesweiten Aktionsbündnis Umfairteilen beigetreten und fordert mehr Verteilungsgerechtigkeit. Auch unsere örtliche Mitgliederkonferenz im November 2012 hat sich des Themas "Mehr Verteilungsgerechtigkeit gefordert!" angenommen.

Das Bündnis UMfairTEILEN ruft zum Aktionstag am 13.04.2013 ab 16.00 Uhr in Wuppertal auf.
Redner: Dr. Ulrich Schneider - Geschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes Berlin.

Weitere Informationen siehe Aufruf!


Wir sehen uns in Wuppertal!

 Aufruf.pdf (88KB)



Zeit, das Richtige zu tun. Für mich - und für andere

Sind Sie mit der Schule fertig - und wissen noch nicht, was Sie danach machen wollen?
Wollen Sie vielleicht die Wartezeit auf einen Studienplatz überbrücken?
Möchten Sie mit Menschen arbeiten und jeden Tag neue und spannende Erfahrungen machen?
Haben Sie Interesse, sich beruflich (neu) zu orientieren?
Können Sie sich ein Jahr lang für andere Menschen engagieren - und selbst dabei vieles Neues erfahren und lernen?

Hier erfahren Sie mehr über den Freiwilligendienst



Neue Broschüre: Der richtige Weg zum richtigen Hilfsmittel

Eine Information für Patientinnen und Patienten

Der Paritätische NRW bietet mit einer neuen Broschüre informative und hilfreiche Tipps über die Versorgung mit Hilfsmittel für Patientinnen und Patienten in den Gesetzlichen Krankenkassen. "Der richtige Weg zum richtigen Hilfsmittel" ist eine Handreichung für Patientinnen und Patienten, in der diese detailliert erfahren, welche Produkte als Hilfsmittel zählen, wie sie das passende Hilfsmittel beantragen und welche Schritte für eine Finanzierung durch die Krankenkasse eingeleitet werden müssen.

Entwickelt wurde die Broschüre von der Selbsthilfe-Kontaktstelle Bielefeld und dem Gesundheitsladen in Bielefeld, einer Mitgliedsorganisation des Paritätischen NRW.

Eine Information für Patientinnen und Patienten



"Wir alle miteinander"
Tageseinrichtungen für Kinder in Remscheid Elterninitiativen und andere Träger im Paritätischen

Der neue Flyer des Paritätischen ist eine kleine Orientierungshilfe für Eltern, die eine passende Einrichtung für ihr Kind suchen. Sie informiert über verschiedene pädagogische Bildungskonzepte, z. B. von der Montessori-Pädagogik bis zur Natur- und Waldpädagogik. Die Einrichtungen bieten verschiedene Gruppenformen, z. B. Spielgruppen, Gruppen für Kinder von 0-3, Gruppen für Kinder mit Behinderung uvm.

Tageseinrichtungen für Kinder in Remscheid
Elterninitiativen und andere Träger im Paritätischen

Der Broschüre in Papierform liegt eine Adressliste der Tageseinrichtungen für Kinder bei, diese Liste finden Sie auch unter diesem Link:


Mitgliederkonferenz des Paritätischen
Kreisgruppe Remscheid am 22.11.2012
Thema: Mehr Verteilungsgrechtigkeit gefordert

Wie kann man der größer werdenden Verarmung breiter Bevölkerungsschichten begegnen?

Durch die Finanznot der öffentlichen Hand stehen zahlreiche soziale Leistungen immer wieder auf dem Prüfstand:

Maßnahmen der Kinder- und Jugendarbeit, der Gesundheitsberatungsdienste, der Beschäftigungsinitiativen, um nur einige Beispiele zu nennen, sind in ihrer Existenz gefährdet. Dringend notwendige Reformen – von der Pflege bis zur Umsetzung der UN-Behindertenkonvention – werden auf die “lange Bank“ geschoben. Durch die Schuldenbremse und die Einsparungsvorgaben des Fiskalpaktes wird die Situation verschärft.

Von diesen negativen Entwicklungen ist auch die soziale Arbeit in unserer Stadt in erheblichem Maße betroffen.

Können die zur Verfügung stehenden Mittel effektiver eingesetzt werden?

Kann durch eine Vermögensabgabe der „Reichen“ mehr soziale Gerechtigkeit erreicht werden?

Vielleicht haben unsere Referenten eine Antwort auf diese schwierigen Fragen.

Als Referenten konnten wir gewinnen:

Herrn Hauke Reich, Koordinator Initiative Appell Vermögender für eine Vermögensabgabe aus Berlin
„Grundgesetz Artikel 14: Eigentum verpflichtet“

sowie

Herrn Lars Schäfer aus der Fachgruppe des Paritätischen NRW Arbeit, Armut, Soziale Hilfen, Europa
"Wer ist arm in Nordrhein-Westfalen?“

Wir freuen uns wie immer auf eine lebendige Diskussion.

TAGESORDNUNG

18.00 Uhr Mitgliederkonferenz
interner Teil - exklusiv für Mitglieder

19.00 Uhr öffentlicher Teil

Begrüßung durch Karl-Manfred Halbach,
Vorstandsvorsitzender des Paritätischen in Remscheid

“Mehr Verteilungsgerechtigkeit gefordert“
mit Herrn Hauke Reich,
Koordinator Initiative Appell Vermögender für eine Vermögensabgabe
sowie
Herrn Lars Schäfer
aus der Fachgruppe des Paritätischen NRW Arbeit, Armut, Soziale Hilfen, Europa.

Anschließende Diskussion.


Aktionstag des Bündnisses Umfairteilen voller Erfolg

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Mehr als 40.000 Menschen demonstrieren bundesweit für mehr Gerechtigkeit und die Zukunft des Sozialstaats

Als vollen Erfolg werten die Initiatoren den Aktionstag am Samstag, 29. September 2012, an dem bundesweit in mehr als 40 Städten insgesamt 40.000 Menschen für eine stärkere Besteuerung von Reichtum und gegen soziale Ungleichheit und Sozialabbau auf die Straßen gingen: allein 6000 in Bochum und 4000 in Köln.

Als einen „echten Durchbruch in der Gerechtigkeitsdebatte“ bezeichnete Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes den Aktionstag: „Die überwältigende Resonanz auf unseren Aufschlag zeigt, dass die Sorge um die Zukunft unseres Sozialstaats und die Einsicht in die Notwendigkeit einer wieder gerechten und solidarischen Steuerpolitik endlich in der Mitte der Bevölkerung angekommen sind. Mit dem heutigen Tage steht fest, dass die Verteilungspolitik in Deutschland im Wahlkampf 2013 ein zentrales Thema sein wird.“

Jutta Sundermann vom globalisierungskritischen Netzwerk Attac bilanzierte: „In ganz Europa erleben wir derzeit eine brutale Kürzungspolitik, die zu gravierenden sozialen Verwerfungen führt und den gesellschaftlichen Frieden ernsthaft gefährdet. Diese wachsende soziale Ungerechtigkeit brennt den Menschen auf den Nägeln. Deshalb sind heute Zehntausende auf die Straßen gegangen und haben Druck gemacht für echte Umverteilung. Wir müssen endlich die Reichen und Superreichen in die Pflicht nehmen."

Rede Dr. Ulrich Schneider am 29.09.2012 umfairteilen Köln Heumarkt


Paritätischer beteiligt sich an bundesweitem Bündnis "Umfairteilen

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© Paritätischer Gesamtverband

Die Aktion "die reichste Ente der Welt", nimmt ein öffentliches "Geldbad" vor dem Bundeskanzleramt!

Diese Aktion, flankierte die Pressekonferenz, in der Ulrich Schneider (Der Paritätische), Jutta Sundermann (Attac) und Frank Bsirske (ver.di) das Bündnis "Umfairteilen - Reichtum besteuern!" erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt haben.
Das Bündnis, in dem sich der Paritätische Gesamtverband gemeinsam mit attac, Gewerkschaften, VdK, Volkssolidarität, Kinderschutzbund und vielen weiteren Organisationen und Initiativen engagiert, fordert eine stärkere Besteuerung großer Vermögen zur Finanzierung des Sozialstaats und notwendiger Reformen.



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AGW Remscheid ruft zur Unterstützung von UMfairTEILEN auf

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In Remscheid wurden am 28.6.2012 im Rat der Stadt die Beschlüsse zur Streichliste 2012 und zum Stärkungspakt Stadtfinanzen gefasst. Hier wurden schmerzhafte, aber wegen der finanziellen Situation notwendige Einschnitte vorgenommen. Und so geht es sehr vielen Städten, Gemeinden und Landkreisen.

Die Auswirkungen solcher Streichrunden sind fehlende Kita-Plätze, geschlossene Bibliotheken, mangelhafter Nahverkehr – der öffentlichen Hand fehlt das Geld für wichtige Investitionen. Dem stehen gigantische private Vermögen entgegen. Sie müssen wieder an der Finanzierung unseres Gemeinwesens beteiligt werden – mit einer einmaligen Vermögensabgabe und einer dauerhaften Vermögensteuer. Wohlfahrtsverbände haben deshalb mit anderen Verbänden zusammen die Aktion

UMfairTEILEN
ins Leben gerufen., der sich die örtlich Arbeitsgeminschaft anschliesst.

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Und hier gibt es noch mehr Informationen:


Mit einem bundesweiten Aktionstag am 29. September 2012 fordern wir dies ein – in Berlin, Köln, Frankfurt, Hamburg und vielen weiteren Städten. Machen Sie mit!

mehr...



Mehr Plätze im Bundesfreiwilligendienst gefordert

Wohlfahrtsverbände begrüßen Bundesratsinitiative der Landesregierung NRW

junger Mann begleitet alte Frau bei einem Spaziergang

© Simon Kraus - Fotolia.com

Düsseldorf / Wuppertal, 16.7.2012. Die Wohlfahrtsverbände in NRW begrüßen die
Forderung der Landesregierung nach mehr Plätzen im Bundesfreiwilligendienst (BFD) und
unterstützen die entsprechende Bundesratsinitiative für den Ausbau des vom Bund
finanzierten Dienstes.
In NRW leisten derzeit rund 9.000 Frauen und Männer einen Bundesfreiwilligendienst,
zum größten Teil in einer der Einrichtungen der Wohlfahrtsverbände. Zusammen mit den
Jugendfreiwilligendiensten engagieren sich damit erstmalig bundesweit mehr als 80.000
Menschen in einem Freiwilligendienst. „Die Ausweitung dieser besonderen Form des
bürgerschaftlichen Engagements ist Ausdruck gelebter Bürgerbeteiligung und ein positiver
Impuls für unsere Gesellschaft, den es zu stärken gilt“, sagt Hermann Zaum, Vorsitzender
der Freien Wohlfahrtspflege NRW.
Umso bedauerlicher sei es, dass gegenwärtig aufgrund der bestehenden Kontingentierung
nicht allen Interessentinnen und Interessenten auch ein BFD-Platz angeboten werden
kann und Einsatzstellen, die zuvor mit Zivildienstleistenden zusammenarbeiten konnten,
mitunter auch leer ausgehen. Insbesondere mit Blick auf die doppelten Abiturjahrgänge im
nächsten Jahr und die damit voraussichtlich erneut steigenden Nachfrage, gelte es die
Anzahl der vom Bund finanzierten BFD-Plätze zu erhöhen.
Die Wohlfahrtsverbände haben sich von Beginn an für die Verbesserung der
Rahmenbedingungen im BFD und für Freiwillige insgesamt eingesetzt. Die aktuelle
Forderung der Landesregierung nach mehr Qualität in den Freiwilligendiensten
unterstützen die Wohlfahrtsverbände daher ebenfalls. Dazu Helga Siemens-Weibring,
Vorsitzende des zuständigen Arbeitsausschusses der Freien Wohlfahrtspflege: „Um den
Bundesfreiwilligendienst langfristig zum Erfolg zu führen, ist es notwendig, dass der Bund
die Qualität des Formates weiter stärkt, zum Beispiel durch die Einführung von
Mindeststandards in der pädagogischen Begleitung, orientiert am bewährten Freiwilligen
Sozialen Jahr.“

Informationen über die Freiwilligendienste finden Sie hier...



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Pressemitteilung der AGW Remscheid zur Fachtagung "Präventionsketten in Remscheid 25.05.2012

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© Oliver Haarmann

Die Arbeitsgemeinschaft freie Wohlfahrtspflege Remscheid hat am 25.5.2012 unter Federführung des AWO Kreisverbandes Remscheid in Kooperation mit dem Stadtteil e.V. Mehr Generationen Haus Lindenhof eine sehr gut besuchte Fachtagung zum Thema „Präventionsketten in Remscheid“ durchgeführt.
Der Sprecher der AGW, Norbert Horn stellte in seiner Begrüßung das Ziel von Präventionsketten im kommunalen Bereich kurz vor: Nach dem Grundsatz "Vorbeugen ist besser als Heilen" sollen die in Remscheid bereits vorhandene Ressourcen und Angebote optimiert und besser miteinander vernetzt werden.
Die Entwicklungsmöglichkeiten, Chancengerechtigkeit sowie die Bildungsmöglichkeiten jedes einzelnen Kindes sollen dadurch verbessert werden.
Dadurch soll Kindern und Jugendlichen ermöglich ein selbstbestimmtes Leben führen zu können. Der Ansatz der Präventionsketten ist dabei klar: Er ist kindzentriert und setzt so früh wie möglich mit Intervention ein, um nicht später reparieren zu müssen.
Der Remscheider Landtagsabgeordnete Sven Wolf hat dieses in seinem Grußwort noch einmal bekräftigt, dass auch in Remscheid kein Kind verloren gehen darf. "Investitionen in Prävention sind nicht nur gesellschaftlich und sozialpolitisch geboten, sondern auch finanzwirtschaftlich sinnvoll. Investitionen in die Zukunft und solide Staatsfinanzen gehören einfach zusammen“, betonte Wolf.

Stadtdirektor Burkhardt Mast-Weisz setzte folgende Schwerpunkte in seinem Grußwort:

  • Wir brauchen Prävention
  • Wir brauchen das verbindliche Zusammenwirken aller Akteure
  • Wer sparen will, muss am Anfang investieren
  • Wir brauchen Planungssicherheit.

Jürgen Otto, Vorstandsmitglied des Stadtteil e.V stellte in einem Einführungsreferat die generellen Wirkungsweisen und Bedingungen von Präventionsketten am Beispiel von MoKi der Stadt Monheim am Rhein dar. Er berichtete ausführlich aus seiner Erfahrung als Projektleiter auf Seiten des AWO Bezirksverbandes Niederrhein, wie es zu dem Projekt gekommen war und wie das Projekt, das auf 18 Jahre angelegt ist, sich entwickelt hat.

In 5 Workshops bearbeiteten die Teilnehmer hauptsächlich folgende Fragestellungen:

  • Wie sieht es in Remscheid aus?
  • Haben wir schon Präventionsketten oder Teile davon und was fehlt uns?
  • Was läuft gut in Remscheid und wo gibt es Verbesserungsbedarf?

Zu den Teilnehmern der Workshops zählten Mitglieder aus dem Jugendhilfeausschuss, dem Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Wohnungswesen und dem Schul- und Sportausschuss. So arbeiteten auch die Jugendhilfeausschussvorsitzende Thea Jüttner und ihr Stellvertreter, Martin Brink in den Arbeitsgruppen mit.

Die AGW wird die Workshopergebnisse dokumentieren und auswerten. Eines der gemeinsamen Ergebnisse aller Arbeitsgruppen war die Erkenntnis, dass es schon sehr viele gute Ansätze und „Teilketten“ in Remscheid gibt und dass es auf jeden Fall eine neutrale Regiestelle zur Koordination und Weiterentwicklung der Präventionsketten geben muss. Eindeutig ist auch, dass es gerade in den Schnittstellen der Übergänge Elternhaus – Kindergarten – Schule – Beruf Optimierungsbedarf unterschiedlicher Intensität gibt.
Der Sprecher der AGW, Norbert Horn betonte in seinem Schlusswort, dass es sich um eine Auftaktveranstaltung gehandelt hat. Als Leitsatz der zukünftigen Veranstaltungen könne er sich gut „Wir begrüßen in Remscheid jedes neugeborene Kind und wollen dafür Sorge tragen, dass es uns nicht verloren geht.“ vorstellen. Die Umsetzung von Präventionsketten kann aber nur im Konsens gelingen. Die Politik rief er zu einer gemeinsamen Position auf.

Alle Materialien können Sie auf der Seite der AGW unter „Fachtagungen / Präventionsketten 25.05.2012“ http://www.agw-remscheid.de/?page_id=77 herunterladen. Dort finden sie auch den Link zur Fotodokumentation.


Remscheider Jugendhilfeausschuss in Berlin

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© Jüttner

Vom 22. - 26. April nahm der Jugenhilfeausschuss aus Remscheid zum 4. Mail an einer fachpolitischen Fahrt nach Berlin teil (Foto oben). Auch der Paritätische war dort durch die Geschäftsführerin Frau Ute Feldbrügge, Herr Karl-Manfred Halbach, Vorsitzender, Herr Ricki Ulrich, Herr Wolfgang Zöller Mitglieder des Vorstandes sowie durch Herrn Zbigniew Pluysinski von der Welle gGmbH und Frau Christel Halbach, Vorsitzende der Ökumenische Hospizgruppe Remscheid e.V. vertreten.

Neben dem Besuch des Kanzleramtes, des Reichtages und der Landesvertretung NRW standen Gespräche mit der Referatsleiterin im Bundesministeriums für Familien, Senioren, Frauen und Jugend, Dr. Heike Schmid-Obkirchner, und mit Bundestagspräsident Dr. Norbert Lammert auf dem Programm. Im Ministerium machte man auf bestimmte Problematiken aus der Sicht der Kommunen bzgl. der Zusammenführung der Leistungen für junge Menschen mit Behinderungen in der Kinder- und Jugendhilfe aufmerksam.


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BRS wird 60! -
Großes Jubiläums-Fest beim HTV

Am 6. Mai 2012 wird beim Hastener Turnverein groß gefeiert. Der Grund: 60 Jahre Behinderten- und Rehasport in Remscheid.
Was 1952 als Gemeinschaft einiger Visionäre um Harald Eles begann, stellt heute die größte Gruppe ihrer Art in Remscheid dar. Anfangs als Rehabilitations-Sport für (Kriegs-) Behinderte gedacht, entwickelte sich diese Idee zu einem Verein mit über 400 Mitgliedern, der sein Angebot nicht nur in die Prävention erweiterte, sondern zunehmend weitere Kurse entwickelte, die sich zu „Wasser und zu Lande“ betreiben lassen.

Die Verantwortlichen waren sich immer ihrer Verantwortung gegenüber den Mitgliedern und Kursteilnehmern bewusst, und so war die logische Entwicklung die Fusion mit einem größeren Mehrspartenverein. So wurde vor 10 Jahren der Zusammenschluss mit dem Hastener Turnverein 1871 e.V. vollzogen, um nicht nur die Verantwortung in jüngere Hände zu legen, sondern auch die zunehmenden Verwaltungsaufgaben durch bezahlte Kräfte durchführen zu lassen. Nach nun 10 Jahren im HTV kann die Abteilung um ihren heutigen Vorstand über 35 Sportangebote und Kurse anbieten, die nicht nur den Mitgliedern, sondern auch allen anderen Interessenten offen stehen, welche von ihrem Arzt eine gültige Verordnung erhalten haben.

Ab 11:00 Uhr wird am 6. Mai beim Empfang für geladenen Gäste sicher noch einmal die Entwicklung der letzten Jahrzehnte in den offiziellen Reden und den Gesprächen untereinander thematisiert werden, ehe ab 13:00 Uhr mit allen Vereinsmitgliedern, Freunden und Gönnern des Behinderten- & Rehabilitationssportes gefeiert wird. Ein buntes Programm für Groß und Klein erwartet die Gäste. Wie sehr die Arbeit des B R S geschätzt wird, lässt sich an den vielen Tombolapreisen messen, die u.a. von den Firmen Lego, Obi, Hudora und Edeka Rötzel, sowie den Bundesligavereinen Schalke 04, Werder Bremen, Fortuna Düsseldorf und Bayern München bereitgestellt wurden. Selbst Michael Schumacher schickte aus der Schweiz ein handsigniertes Cap.

Veranstalter:

TV Hasten 1871 e.V.
-Abteilung BRS-
Oberhützer Straße 30
42857 Remscheid

Internet: http://www.tv-hasten.de

HTV-Geschäftsstelle (Frau Angela Voß) | Tel.: 02191/80682
BRS-Abteilungsleiterin (Frau Kirsten Hein) | Tel.: 02191/83745


Arme Kinder - Arme Eltern

Kein Grund zur Entwarnung:
Paritätische Studie belegt dramatische Kinderarmut durch Hartz IV

„Kinderarmut geht zurück“ – Mit dieser Schlagzeile wurden wir Ende Januar überrascht. Die Zahl der Kinder in Hartz IV sei in den letzten fünf Jahren um über 14 Prozent zurückgegangen. Die gute Arbeitsmarktentwicklung und die Bemühungen der Jobcenter speziell um Mütter mit Kindern hätten dies möglich gemacht. Wir nahmen dies zum Anlass genauer hinzuschauen und die Aussagen zu überprüfen.

Das Ergebnis: zu Jubel besteht absolut kein Anlass. Wir haben in Deutschland nach wie vor eine skandalös hohe Kinderarmut. Kinder sind nach wie vor besonders stark von Hartz IV betroffen. Rückgänge gibt es zwar in einzelnen Regionen. Bundesweit ist jedoch bisher noch kein wirklicher positiver Trend auszumachen. Die gute Arbeitsmarktentwicklung kommt bei den Kindern in Hartz IV kaum an. Leidtragende sind in erster Linie kinderreiche Familien und Alleinerziehende.

Details finden Sie im Internet unter: www.der-paritaetische.de/armekinder

Entwicklung SGB II-Quote von Kindern unter 15 Jahren seit 2005 – Ruhrgebiet

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Aktuell wurde das Bündnis „Remscheid tolerant“ gegründet, welches für den Schutz der Demokratie, der Religionsfreiheit sowie der Menschenwürde in Remscheid eintritt. Remscheid mit seinen annähernd 120 Nationen ist eine Stadt die für Weltoffenheit und Toleranz stehe, sagte die Oberbürgermeisterin auf der Pressekonferenz am 07.02.2012. In Remscheid ist für Fremdenhass kein Platz für diese Botschaft stehen die Oberbürgermeisterin und inzwischen über 50 Vereine, Gruppierungen, Parteien und Institutionen.

Auch wir der Paritätische in Remscheid sind dabei!

Auslöser der Gründung des Bündnisses ist, dass die extrem rechte deutsche Kleinpartei Pro NRW für den 24. März 2012 eine Demonstration gegen den geplanten Moscheebau angekündigt hat. Diese Kleinpartei steht seit 2009 unter dem Verdacht einer rechtsextremistischen Bestrebung und wird vom Verfassungsschutz beobachtet. Durch den geplanten Bau der Ditib-Moschee glaubt sie nun ein Thema in Remscheid gefunden zu haben, mit dem sie der Bevölkerung Stimmung macht und somit vielleicht auch Mitglieder gewinnen könnte. Das Bündnis möchte auch an diesem Tag mit einem Fest auf dem geplanten Moschee-Gelände zeigen, dass diejenigen die sich dem Bündnis anschließen, nicht nur gegen etwas sind, sondern dass sie für etwas einstehen – nämlich für Toleranz in Remscheid.

Martin Sternkopf von der Stadtverwaltung kündigte unter anderem Plakataktionen und Stadtteilfeste an. Über die Homepage http://www.remscheid-tolerant.de, die ab sofort geschaltet ist, können Vereine, Institutionen und Einzelpersonen dem Bündnis beitreten. Kontakt kann auch über den Migrationsdienst der Stadtverwaltung, Haddenbacher Straße 38-42, Tel.: 0 21 91/16 32 67 aufgenommen werden.



Was ist Inklusion?

Eine Antwort auf diese Frage gibt dieser Comic der Aktion Mensch. In rund 80 Sekunden zeigt er im Strichmännchen-Stil, was Inklusion bedeutet: beim Sport, in der Schule, bei der Arbeit.


Mittendrin, statt nur dabei

Die UN-Behindertenrechtskonvention als Wegweiser zum inklusiven Gemeinwesen

Christian Huppert
Fachreferent des Paritätischen NRW

Unter dieses Thema hat der Paritätische Wohlfahrtsverband seine diesjährige Mitgliederversammlung in der Kraftstation gestellt.

Christian Huppert, Fachreferent des Paritätischen, erläutert die wesentlichen Inhalte der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen. Inklusion hinterfragt die gesellschaftlichen Systeme von Wohnen, Bildung und Arbeiten, um so die von der UN-Konvention geforderte gleichberechtigte Teilhabe zu ermöglichen. Huppert macht deutlich, dass diese von der Bundesrepublik Deutschland im März 2009 ratifizierte Konvention unsere Gesellschaft vor erhebliche Herausforderungen stellt; schließlich sei Deutschland z.B. in der Umsetzung inklusiver Bildung in Europa eines der Schlusslichter.
  Aktuelle Diskussionen und die Beiträge in den Medien haben gezeigt, dass Inklusion mehr bedeutet als behinderte und nichtbehinderte Schülerinnen und Schüler gemeinsam zu unterrichten. Es kann darüber hinaus gemeinsam viel erreicht werden. „Inklusion muss in den Köpfen beginnen.“ fordert Ute Feldbrügge, Geschäftsführerin des örtlichen Wohlfahrtsverbandes

Karl-Manfred Halbach
Vorsitzender des Paritätischen in Remscheid

„Die Forderung nach Inklusion und Teilhabe verändert die Rollen der Akteure: Menschen mit Behinderung können und müssen ihre Entscheidungsautonomie erhöhen und mehr Verantwortung übernehmen.“ sagt Christian Huppert. Gleichzeitig sollen Einrichtungen und Dienste in der Behindertenhilfe neben der pädagogischen Begleitung auch verstärkt in das Gemeinwesen hinein wirken.

Eine gesellschaftliche Diskussion muss geführt werden, in welcher wir die bestehenden Ängste und Befürchtungen aller Beteiligten ernst nehmen und diese versuchen abzubauen“ sagt Karl-Manfred Halbach, Vorsitzender des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes. Inklusion und die Umsetzung der UN-Behindertenkonvention in Remscheid sind keine Themen für kurzen Atem. „Inklusion hat in den Zeiten der öffentlichen Sparhaushalte leider noch ein Hindernis mehr zu überwinden.“ ergänzt Ute Feldbrügge.


Einladung zur Mitgliederkonferenz des PARITÄTISCHEN Kreisgruppe Remscheid am 19.01.2012 zum Thema "Inklusion"

                         "Mittendrin statt nur dabei"

Die UN-Behindertenrechtskonvention als Wegweiser zum inklusiven Gemeinwesen

Referat von Christian Huppert, Fachreferent für Offene Behindertenhilfe und Betreuungsrecht beim Paritätischen Wohlfahrtsverband in NRW

Mit dem Begriff „Inklusion“ wird ein Blickwechsel im Zusammenleben von Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen beschrieben. Dieser geht über Integration hinaus. Bislang stand die individuelle Förderung von Menschen mit Behinderungen im Mittelpunkt. Es ging um die Integration in bestehende Strukturen und den Ausgleich von Nachteilen.

Die UN-Behindertenrechtskonvention verpflichtet zu einem neuen Blick: Wie müssen die Strukturen in unserer Gesellschaft umgestaltet werden, damit sich Menschen mit Beeinträchtigungen am Alltagsleben beteiligen können, ohne auf Hindernisse zu stoßen?
Im Unterscheid zu Integration bedeutet Inklusion: Die Teilhabefähigkeit des einzelnen Behinderten und die Teilhabemöglichkeiten der Gesellschaft in Einklang zu bringen.

Inklusion und die Umsetzung der UN-Behindertenkonvention sind keine Themen für kurzen Atem. Die Ziele der Konvention sind weit reichend und die Wege dorthin werden lang und mit Hindernissen gepflastert sein.

Mitgliederkonferenz des PARITÄTISCHEN
Kreisgruppe Remscheid

Wann: Donnerstag, 19. Januar 2012
Beginn: 18.30 Uhr
Ort: Kraftstation
         Honsberger Str. 2
         42857 Remscheid
       
Die Räumlichkeiten sind barrierefrei zu erreichen.



Verhärtete Armut - Paritätischer legt Armutsbericht 2011 vor

Vor einer Vorfestigung der Armut auf Rekordniveau warnt der Paritätische Wohlfahrtsverband anlässlich der Veröffentlichung seines Armutsberichtes 2011. Scharfe Kritik übt der Verband an der Sozialpolitik der Bundesregierung. Er fordert die Bundesregierung zu einer rigorosen armutspolitischen Kehrtwende auf.

Rund 12 Millionen Menschen sind laut Paritätischem Armutsbericht in Deutschland armutsgefährdet – 14,5 Prozent der Bevölkerung. Alarmierend sei, dass auch in Jahren mit starkem Wirtschaftswachstum wie 2006, 2007 oder 2010 die Armut nicht zurückgegangen sei. „Es handelt sich um eine Verhärtung der Armut auf sehr hohem Niveau“, stellt Hauptgeschäftsführer Ulrich Schneider fest. „Wo die Wirtschaft nicht für sozialen Ausgleich sorgt, ist die Politik gefordert.“

Nach der Studie, die den Zeitraum 2005 bis 2010 umfasst, zeigen insbesondere die Bundesländer Berlin und Nordrhein-Westfalen einen deutlichen Negativtrend. Besonders besorgniserregend sei die negative Entwicklung im Ruhrgebiet. Sehr hohe Armutsquoten mit seit Jahren steigender Tendenz im größten Ballungsgebiet Deutschlands müssten in der Politik sämtliche Alarmglocken läuten lassen. „Wenn dieser Kessel mit fünf Millionen Menschen einmal zu kochen anfängt, dürfte es schwer fallen, ihn wieder abzukühlen“, warnt Schneider.



Der Bundesverband spanischer sozialer und kultureller Vereine und das Spanische Sozio-Kulturelle Bildungswerk NRW haben ihre neuen Räumlichkeiten in Remscheid eröffnet.

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© iree

Der Bundesverband spanischer sozialer kultureller Vereine und das Spanische Sozio-Kulturelle Bildungswerk haben am Samstag, den 17. September 2011 ihre neuen Räumlichkeiten in der Hindenburgstr. 1 in Remscheid, im Rahmen einer feierlichen Tagesveranstaltung, eröffnet.

Unter den über 200 Personen, die sich an diesem Tag zusammengefunden haben, befanden sich Vertreter unterschiedlicher spanischer Institutionen, wie der Konsul des Spanischen Generalkonsulates in Düsseldorf, Francisco Aguilera Aranda, die Abteilung für Arbeit und Migration der Spanischen Botschaft in Berlin, vertreten durch den Staatsbeamten José Fidalgo Ruiz und der Lehrer für Spanischen Muttersprachlichen Oberstufenunterricht (ALCE), Javier Ovelleiro, als Repräsentant der Bildungsabteilung der Spanischen Botschaft. Zudem nahmen auch die verschiedenen kommunalen Behörden und Einrichtungen der Stadt Remscheid; der Stadtdirektor Burkhard Mast-Weisz, der Leiter des Zentraldienstes Stadtentwicklung und Wirtschaft, Hans Gerd Sonnenschein, der Vorsitzende des Integrationsausschusses, Luigi Costanzo und weitere lokale Einrichtungen, politische Fraktionen, Sprachlehrer und Rektoren städtischer Schulen.

Ziel der Veranstaltung war es, das neue Zentrum des Spanischen Bundesverbandes für die Öffentlichkeit bekannt zu machen. Die neuen Räumlichkeiten, die in vier klar definierte Teilbereiche aufgeteilt sind, umfassen:

  • den Hauptsitz des Bundesverbandes spanischer sozialer und kultureller Vereine und des Spanischen Sozio-Kulturellen Bildungswerk NRW mit Büro-, Konferenz- und Sozialberatungsräumen, Seminar- und Workshopräume zu wichtigen Themen der Integrationsarbeit für spanische und andere MigrantInnen im Rahmen des Projektes „Neue Wege der Integration“, gefördert durch das deutsche Bundesministerium des Innern (BMI),
  • das durch die Stiftung Aktion Mensch geförderte „Interkulturelle Jugendzentrum“ für Kinder und Jugendliche in Remscheid mit diversen sozialen, kulturellen, bildungs- und freizeitbezogenen Angeboten, wie Computer-, Fotografie-, Sport- und Sprachkurse oder Nach- und Hausaufgabenhilfe
  • die Familienstätte inklusive der „Altentagesstätte“ für ältere Menschen in Remscheid, teilfinanziert durch das Land Nordrhein-Westfalen
  • und das Spanische Institut für Senioren und Soziales (IMSERSO) über die Abteilung für Arbeit und Migration der Spanischen Botschaft in Berlin, in Sprach-, Konversations-, Selbstverteidigungs-, Gymnastik- und Yogakurse, sowie verschiedene Kino- und Themenabende und Kulturreisen und vieles mehr angeboten werden.

Für das Rahmenprogramm sorgte eine aus Jugendlichen bestehende Theatergruppe der Kunst- und Musikschule der Stadt Remscheid, die von dessen Leiter, Charles Wesseler, gestellt wurde.


Notfallmappe für Menschen mit Demenz entwickelt

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© Der Paritätische NRW GSP - Gemeinnützige Gesellschaft für soziale Projekte mbH

Remscheid, Juli 2011. Eine Patientin oder ein Patient ist an Demenz erkrankt, aus anderen Gründen nicht auskunftsfähig. Niemand kennt sie oder ihn, niemand weiß, welche Medikamente regelmäßig eingenommen werden oder ob ein chronisches Leiden vorliegt. Trägt sie/er einen Herzschrittmacher, reagiert die Person allergisch? Fragen, die in der akuten Krise für eine Behandlung wichtig sind. Antworten bietet eine neue Notfallmappe für Menschen mit einer Demenzerkrankung, die der Paritätische Wohlfahrtsverband für den Fall der Einweisung in ein Krankenhaus entwickelt hat. Nach erfolgreicher Testphase in Herdecke wird die Mappe nun auch überregional der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und Betroffenen kostenlos zur Verfügung gestellt.

Die Notfallmappe des Paritätischen bietet alle wichtigen Informationen auf einen Blick. Sie umfasst die wesentlichen Angaben zur Person, Vorsorgedokumente (Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung), aktuelle Diagnosen und Medikamente sowie Informationen zu Gewohnheiten und pflegerischen Besonderheiten. Entwickelt wurde die Mappe gemeinsam mit Angehörigen, dem Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke, der Modell Herdecke Plus AG und der Pflegeberatung der Stadt Herdecke im Rahmen des Projektes „Blickwechsel Demenz. Regional“. Dieses Projekt wurde durch eine Förderung aus der Stiftung Wohlfahrtspflege des Landes Nordrhein-Westfalen ermöglicht.

Erhältlich ist die Mappe in der Geschäftsstelle des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes in Remscheid. Zudem steht sie ab sofort für alle Interessierten zum Herunterladen im Internet zur Verfügung:


Kompazz gerettet - Berater gehen in Schulen

Die Kompetenzagentur "Kompazz" ist gerettet - jedenfalls für die nächsten zwei Jahre. Nachdem sich die Europäische Union und die Arbeitsagentur aus der Finanzierung verabschiedet haben, stand das Projekt für Jugendliche ohne Chancen auf dem Arbeitsmarkt vor dem Aus: Es fehlten rund 380 000 Euro. ( wir berichteten)

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© kraftstation

Mit Geldern aus dem Bildungs- und Teilhabepaket des Bundes ist der Fortbestand der Agentur „Kompazz“ gesichert worden. Diesem Vorschlag der Verwaltung stimmte der Rat der Stadt Remscheid am 14.07.2011 zu.

Kompazz 2.0 heißt das modifizierte Konzept ab 1.9.2011. Stadtdirektor Burkhard Mast-Weisz betont „Gespräche mit Schulleitungen von weiterführenden Schulen haben deutlich gemacht, dass diese die schulbezogene Jugendsozialarbeit durch „Kompazz" sehr positiv bewerten. Sie begrüßen eine Fortsetzung bzw. den Start der sozialpädagogischen Betreuung der Schüler/innen - und zwar nicht nur im letzten Schuljahr.“
Die Freie Jugendarbeit Remscheid-Mitte e.V. hat daher das Konzept von „Kompazz" überarbeitet, um schulbezogene Jugendsozialarbeit an Remscheider Schulen als Aufgabe des Jugendhilfeträgers im Segment ‚Übergang Schule/Beruf ab der 7. Klasse’ anzubieten.“↵
Vorgesehen ist, dass die fünf Mitarbeiter/innen von „Kompazz 2.0" von der „Gelben Villa" aus in die einzelnen Schulen gehen. In der „Gelben Villa" sollen (wie bisher) für einzelne Klassen oder auch schulübergreifend Veranstaltungen/Projekte angeboten werden. - Wermutstropfen: Die Bundeszuschüsse stehen lediglich bis Ende 2013 zur Verfügung.↵

"Kompazz 2.0 wird ein wichtiger Lotse für junge Menschen bleiben.“ freut sich Ute Feldbrügge.


Tschüss Zivis - hallo Bufdis!

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© Paritätischer Gesamtverband

Es ist soweit: Der Zivi geht - der "Bufdi" kommt.
Zum Start des neuen Bundesfreiwilligendienstes (BFD) am 1. Juli haben sich beim Paritätischen bisher bundesweit rund 650 Freiwillige für den neuen Dienst gefunden. Da ist noch Luft nach oben.

Der Bundesfreiwilligendienst birgt die Chance jungen Menschen den sozialen Bereich näher zu bringen, sie für soziales Denken und Handeln zu gewinnen.
Den BFD als völlig neuen Dienst einzuführen und als Marke zu etablieren, braucht Zeit und langen Atem. Nach der Abschaffung der Wehrpflicht im vergangenen Herbst, wurden die gesetzlichen Grundlagen für den neuen BFD erst in diesem Frühjahr verbindlich.

Es blieb also wenig Zeit, um für den neuen Bundesfreiwilligendienst, insbesondere auch an Schulen, zu werben. Einige grundlegende Rahmenbedingungen der Finanzierung sind darüber hinaus erst am 24. Juni vom Bundesamt veröffentlicht worden.

Eingesetzt werden die "Bufdis" in der Kinder- und Jugendhilfe, der Gesundheits - und Altenpflege, in der Behindertenhilfe, der Zivil- und Katastrophenhilfe sowie in Kultur, Sport und Integration.

Paritätischer kritisiert neue Regelungen zum Ehrenamt

Helfen Sie mit neue Freiwillige zu finden!

Alle Infos rund um den BFD und weitere Freiwilligendienste beim Paritätischen gibts unter:

Es gilt jetzt, neue Zielgruppen für das bürgerschaftliche Engagement im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes zu erschließen und ihnen attraktive Angebote zu machen. Anders als Zivildienst und Freiwilliges Soziales Jahr steht der neuen Freiwilligendienst nicht nur jungen Leuten offen, sondern allen Altersgruppen.

Hintergrund

Unter dem Dach des Paritätischen gab es bisher bundesweit rund 18.000 Zivildienstplätze. Zuletzt waren regelmäßig 11.000 - 12.000 davon besetzt. Im Februar 2010 gab es bei den Paritätischen Mitgliedsorganisationen in NRW 620 Zivildienstleistenden (besetzte Stellen).
Hiervon waren 30 im Stadtgebiet tätig. Für den Paritätichen also ein wichtiges Thema!



Bund kürzt Mittel für Jugendhilfeprojekt

Kompetenzagentur Kompazz nicht länger finanzierbar

Durch vielfältige gezielte Maßnahmen versuchen die Mitarbeiter von Kampazz, junge Menschen beim Einstieg ins Berufsleben zu unterstützen. Manchmal reicht es, mit ihnen gemeinsam die Bewerbungsmappe durchzusehen und Tipps zur verbesserten Präsentation zu geben. In anderen Fällen begleiten und motivieren die Fachleute die Jugendlichen über einen längeren Zeitraum. Sie beziehen dabei das familiäre und persönliche Umfeld mit ein.
Die Jugendlichen, die diese Begleitung erhalten haben in der Regel in vielerlei Hinsicht Schwierigkeiten. "Suizidgefahr, Drogenkonsum, Schulden und fehlende Schulabschlüsse kommen da häufig zusammen", erläuterte Diana Mucha, neue Leiterin der Kompetenzagentur Kompazz in Remscheid.

Anrechnung von Aufwandsentschädigungen im Ehrenamt bald für Hartz IV Bezieher möglich?

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© kraftstation

Zukünftig ist diese wichtige präventive Maßnahme nicht länger finanzierbar

Die derzeitige Förderphase der Kompetenzagenturen, die über den Europäischen Sozialfonds (ESF) finanziert werden, endet planmäßig im August 2011.
Eine Förderung im nächsten Bewilligungszeitraum ist zwar möglich, jedoch haben sich die Rahmenbedingungen stark verändert. Wesentlich ist die Deckelung der ESF-Mittel auf 200.000 Eurr pro Projekt. Damit steigt der nicht gedeckte Finanzierungsbedarf auf 385.000 Euro über die nächsten 28 Monate. „Diese Summe ist nicht durch Spenden, Stiftungen etc. aufzubringen.“ sagt Wolfgang Zöller, Geschäftsführer der Kraftstation und Träger von Kompazz. Aufgrund der angespannten Haushaltssituation in Remscheid ist eine endsprechende Finanzierung durch die Stadt ebenfalls nicht möglich.

Mit der Stadt Remscheid ist man sich einig, dass die von Kompazz erarbeiteten Netzwerke und Kompetenzen, in der Arbeit mit und für die Jugendlichen, erhalten bleiben sollen. Zusammen sucht man dafür nach einer Lösung.
Dieses wichtige, politisch gewollte Projekt müsse auf Dauer von der öffentlichen Hand finanziert werden, damit es auf sicherem Fundament steht. Dies sei auch für die Mitarbeiter, die mit viel Herzblut ihre Aufgaben wahrnehmen, von enormer Bedeutung, machte Wolfgang Zöller deutlich.

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„Das Förderprogramm Kompetenzagenturen ist deshalb so erfolgreich, da Kompazz flexibel auf die individuellen Problemlagen junger Menschen reagieren kann. Es gibt kein vorgegebenes Gestaltungskonzept. Vielmehr kann Kompazz direkt an die bereits vorhandenen örtlichen Strukturen andocken.“ ergänzt Ute Feldbrügge. Mit Blick auf ein Ende der Kompetenzagentur fürchtete sie, dass künftig die Soziallasten für die Stadt Remscheid deutlich steigen werden. „Denn Prävention ist zwar kurzfristig mit Kosten verbunden, aber mittelfristig für die kommunale Haushaltskasse entlastend!“
"Wenn immer mehr junge Menschen trotz guter Konjunktur wenig Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben, müssen die Gegenmaßnahmen verstärkt und nicht vermindert werden“, folgert die Geschäftsführerin.


Scharfe Kritik des Paritätischen an Kabinettsbeschluss zu Hilfen für Arbeitslose

Arbeitsmarktpolitik mit der Abrissbirne

Paritätische Studie belegt dramatische Reduzierung der Hilfen für Langzeitarbeitslose

so stand es auf der Internetseite von uns, siehe Archiv.
Unsere damalige Forderung lautete "Die jetzige Gesetzeslage ist nach unserer Ansicht beizubehalten".
Aktuell dürfen wir folgende Entwicklung mitteilen:

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© Paritätischer Gesamtverband

Was wir hier erleben, ist Arbeitsmarktpolitik mit der Abrissbirne. Die Sparbeschlüsse haben bereits zu massiven Einschränkungen der Hilfen für Langzeitarbeitslose geführt. Wenn die Bundesregierung nicht umgehend die Notbremse zieht, wird sich die Instrumentenreform als ein weiterer Sargnagel für die öffentlich geförderte Beschäftigung und für die Integration schwerstvermittelbarer Arbeitsloser entpuppen“, warnt Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen. Nach einer Umfrage des Verbandes rechnen vier von fünf Beschäftigungsunternehmen 2011 mit deutlichen bis massiven Einschränkungen, d.h. einer substanziellen Gefährdung der weiteren Arbeit. Zwei Drittel der befragten Beschäftigungsunternehmen mussten bereits Personal abbauen. ..weiter lesen

Statement von Dr. Ulrich Schneider,
Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes,
anlässlich der Pressekonferenz am 31. Mai 2011 in Berlin

Langzeitarbeitslose verlieren auch in Remscheid

Für Remscheid sind jetzt genauere Zahlen bekannt. So werden die Fördermaßnahmen für Langzeitarbeitslose bereits in 2011 um 1,6 Millionen Euro beschnitten.(Kürzung um 16,4% im Vergleich zum Vorjahr)
Auch das Jobcenter in Remscheid hat jedoch von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, die ohnehin knappen Mittel aus dem Eingliederungstopf, in das Budget für die allgemeine Verwaltungskosten umzuschichten. Mit 1,3 Millionen Euro wird damit ihr eigenes Personal zusätzlich finanziert. So addieren sich die Kürzungen in Remscheid auf 29,6 %..

Rund 3.700 Hartz IV Empfänger und ihre Familien (Bedarfsgemeinschaften) sind in Remscheid von diesen tiefen Einschnitten betroffen. Für einen Großteil von ihnen wird es zukünftig keine Maßnahmen zur Aktivierung und Qualifizierung mehr geben.

Ein wesentliches Instrument zur Beschäftigung und Qualifizierung für die Zielgruppe der Langzeitarbeitslosen waren die Arbeitsgelegenheiten (AGH). Von einstmals über 460 AGH-Stellen (Juni 2009) im Stadtgebiet sind aktuell 267 übrig geblieben. Zudem plant die Regierung, die bisherige Aufwandsentschädigung von ca. 240 - 450 Euro pro AGH-Stelle auf max.150 Euro zu kürzen. Damit droht den Beschäftigungsträgern das endgültige Aus. Auch wenn die sinkenden Arbeitslosenzahlen uns ein Jobwunder vormachen wollen: die 2.355 Langzeitarbeitslose in Remscheid profitieren davon nicht und bleiben bei den Kürzungen auf der Strecke.

Beschäftigungsunternehmen schlagen Alarm

Auch die erfolgreiche Maßnahme „Jobperspektive“ nach §16e SGB II wurde in Remscheid gestrichen. Weitere massive Kürzungen sind aus Berlin für 2012 und 2013 schon angekündigt. Für die betroffenen Menschen bedeutet die Rückkehr in die Arbeitslosigkeit ein soziales Desaster.

Beibehaltung eines Freibetrages für die sogenannte „Ehrenamtspauschale“

Auch Maßnahmen der beruflichen Weiter- und Ausbildung, werden bis zur Unwirksamkeit gekürzt. Dies betrifft Umschulungen sowie Qualifizierungen um das berufliche Wissen auf dem neuesten Stand zu halten. "Damit werden die dringend benötigten beruflichen Bildungsmöglichkeiten für benachteiligte Jugendliche, Migranten und Langzeitarbeitslose massiv verschlechtert." warnt Ute Feldbrügge.
Viele weitere Maßnahmen werden ebenfalls betroffen sein. "Aus bisher sinnvollen Hilfsketten brechen wichtige Glieder heraus und führen zur Unwirksamkeit. Ein Entkommen aus der Arbeitslosigkeit wird immer unwahrscheinlicher." befürchtet sie.

"Was passiert zukünftig in den Familien, wenn Papa und/oder Mama wieder zuhause bleiben und keiner sinnvollen Beschäftigung mehr nachgehen könnem ? Wie wirkt sich dies wohl auf ihre Kinder aus?" fragt sich Ute Feldbrügge, "Lautete das Motto einst noch "Fordern und Fördern" heißt es jetzt - zurück ins Aus, das wars!

Zahlen Stand: Juni 2011
laut Pressemitteilung Arbeitsagentur Solingen sowie Gespräch mit Herrn Kornberg vom Jobcenter Remscheid im Juni 2011

Arbeitsmarktpolitik mit der Abrissbirne
Pressemitteilung des Gesamtverbandes

Umsetzung des Bildungspaketes in Remscheid

Eine aktuelle Umfrage des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes zur Zukunft der Beschäftigungsunternehmen belegt dramatische Entwicklungen bei den Hilfen für Langzeitarbeitslose. Insgesamt wird für 2011 eine Reduzierung der Maßnahmen um bis zu 40 Prozent erwartet. Mit den Kürzungen der Arbeitsmarktförderung sowie der geplanten Instrumentenreform besiegle die Bundesregierung den schleichenden Tod der öffentlich geförderten Beschäftigung, warnt der Paritätische. Der Verband fordert die Bundesregierung zur sofortigen Rücknahme der Kürzungen auf.

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Mit dem Bildungspaket sollen Kinder und Jugendliche aus Familien mit geringem Einkommen gefördert und unterstützt werden. Oftmals ist es Familien aus finanziellen Gründen nicht möglich, dass Kinder einen Sportverein besuchen, Musikunterricht erhalten oder am gemeinsamen Mittagessen in der Schule bzw. Kindertageseinrichtung teilnehmen. Das Bildungspaket soll dies nun ändern und es den Kindern ermöglichen, bei entsprechenden Aktivitäten teilzunehmen. Das Gesetz ist in Kraft getreten mit rückwirkenden Regelungen zum 01.01.11


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(2.100 Euro jährlich bzw. 175 Euro monatlich).
Ursprünglich sollten nach den Plänen der Bundesregierung die Aufwandsentschädigungen
für ehrenamtliches Engagement auf die Regelsatzleistung angerechnet
werden. Nach erheblichen Protesten – insbesondere auch des Paritätischen – wurde
nun ein Freibetrag von 175 Euro belassen.

Wir freuen uns über dieses Teilergebnis im Kompromiss Hartz IV gleichwohl bleiben für uns viele Punkte kritisch...


Ohne Eltern geht es nicht - erfolgreiche Integrationsarbeit

Unter diesem Thema wurde der öffentliche Teil der Mitgliederkonferenz des Paritätischen Kreisgruppe Remscheid am 4. November 2010 in der Kraftstation eröffnet. Nach einer Bilderschau von Herrn Gollmer (Coach e. V.) mit eindrücken aus der Kölner Migrantenarbeit wurde die Diskussion über die Integration eingeleitet. Weitere Information hierzu können Sie auf der Internetseite http://www.waterboelles.de/archives/8536-Erfolgreiche-Integrationsarbeit-gelingt-nur-mit-den-Eltern.html nachlesen.

Im nicht öffentlichen Teil der Mitgliederkonferenz wurden vier Vorstandsmitglieder des Paritätischen für 4 Jahre Amtszeit wieder gewählt:

  • Herr Karl-Manfred Halbach (Vorstandsvorsitzender),
  • Herr Rolf Söhnchen (stellv. Vorstandsvorsitzender),
  • Frau Ingrid Rosiejka (Beisitzerin),
  • Herr Richard Ulrich (Beisitzer).

Dem Vorstand gehören darüber hinaus folgende Personen an, die noch bis 2012 gewählt sind:

  • Frau Erden Ankay-Nachtwein (stellv. Vorstandsvorsitzende),
  • Herr Michael Rogalla (Beisitzer),
  • Herr Wolfgang Zöller (Beisitzer).

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© coach e. V.

Einladung zu einem moderierten Diskussionsabend zum Thema:

Ohne Eltern geht es nicht - erfolgreiche Integrationsarbeit

Der Paritätische in Remscheid will an diesem Abend die aktuellen Diskussionen um das Thema Migration sowie Integration aufgreifen und durch praktische Beispiele zeigen, ob und wie die Arbeit mit Zuwanderern erfolgreich sein kann.

Dazu haben wir Christian Gollmer zu einem Impulsreferat eingeladen. Er ist Vorstandsmitglied beim Verein Coach e. V. aus Köln und wird ein Best-Practice Beispiel vorstellen, mit praktischen Umsetzungstipps, wie wir in Remscheid erfolgreicher werden könnten.

Anschließend wird er mit weiteren Fachleuten und dem Publikum diskutieren.

Mit dabei sind:

  • Erden Ankay-Nachtwein, stellvertretende Vorsitzende Paritätischen Remscheid, Gründungsmitglied IKE e. V. Lehrerin an der Mannesmannschule
  • Dirk Brenneisen-Stoye, Projektleiter beim Internationalen Bund Jugendmigrationsdienst Remscheid
  • Martin Sternkopf,Zentraldienstleiter Integration und Migration bei der Stadt Remscheid
  • sowie der Referent Christian Gollmer von Coach e. V.

Die Moderation liegt in den Händen von Andreas Vollmert, freier Journalist in Düsseldorf.

Mitgliederkonferenz des PARITÄTISCHEN
Kreisgruppe Remscheid

Wann: Donnerstag, 4. November 2010
Beginn: 18.00 Uhr
Ort: Kraftstation
        Honsberger Str. 2
        42857 Remscheid
       
Die Räumlichkeiten sind barrierefrei zu erreichen.


Paritätischer kritisiert neue Regelungen zum Ehrenamt

Anrechnung von Aufwandsentschädigungen im Ehrenamt bald für Hartz IV Bezieher möglich

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Als völlig inakzeptabel kritisiert der Paritätische Wohlfahrtsverband die Pläne der Bundesregierung, Aufwandsentschädigungen für ehrenamtliches Engagement künftig als Einkommen voll auf den Hartz-IV-Regelsatz anzurechnen. Der Verband unterstützt die Forderungen der SPD und des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, die rechtliche Diskriminierung von Hartz-IV-Empfängern im Ehrenamt zu verhindern.

„Während das Engagement normalerweise durch einen steuerlichen Freibetrag von 2.100 Euro honoriert wird, wird der Langzeitarbeitslose für seinen freiwilligen Einsatz im Sportverein oder als ehrenamtlicher Bürgermeister durch Kürzungen seines Regelsatzes bestraft. Sollte diese Regelung Gesetzeskraft erlangen, würde die Zwei-Klassen-Gesellschaft auch im Ehrenamt Einzug halten“, warnt Ute Feldbrügge, Geschäftsführerin des Paritätischen in Remscheid.

„Statt froh zu sein, wenn Hartz-IV-Empfänger sich trotz ihrer schwierigen Lage für unser Gemeinwesen engagieren, manifestiert die Bundesregierung Ausschluss und Ausgrenzung“, so Ute Feldbrügge. Es sei geradezu grotesk, wenn ausgerechnet im Europäischen Jahr des freiwilligen Engagements die Bedingungen für das Ehrenamt verschlechtert würden.

Die jetzige Gesetzeslage ist nach unserer Ansicht beizubehalten.


Einladung der KandidatInnen für den Landtag 2010 zum KiBiz-Spiel
durch den Paritätischen im Bergischen Städtedreieck
am: 04. Mai 2010 in der Alten Feuerwache, Wuppertal

Landtagskandidaten und Vorstandsmitglieder von Elterninitiativen beim gemeinsamen Brettspiel

© Gerd Brems, Der Paritätische Solingen

Die Einführung des KiBiz (Kinderbildungsgesetz) im Jahr 2008 hat die Kindertageseinrichtungen und insbesondere die Elterninitiativen vor große Herausforderungen gestellt. Deshalb haben wir - der Paritätische Wohlfahrtsverband im Bergischen Städtedreieck - nun die KandidatInnen für den Landtag 2010 zum gemeinsamen Spiel „KiBiz schlägt ein“ gebeten.
Das Spiel wurde in den letzten Monaten im Paritätischen entwickelt und verdeutlicht anschaulich, wie sich die Situation in vielen Tageseinrichtungen für Kinder seit der Einführung dieses Gesetzes darstellt.
Auch vor dem Hintergrund der anstehenden Revision des KiBiz im Jahr 2011 wollen wir mit den LandtagskandidatInnen aller Parteien „spielend“ über die Erfahrungen und Perspektiven für unsere Kindertageseinrichtungen diskutieren.

Weiterführende Informationen entnehmen Sie bitte der Presseinformation


Paritätischer zum Kompromiss zur Zivildienstverkürzung

Dr. Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen, erklärt zum Koalitionskompromiss zur Zivildienstverkürzung:

junger Mann begleitet alte Frau bei einem Spaziergang

© Simon Kraus - Fotolia.com

"Wir sind außerordentlich froh, dass sich die Koalition jetzt geeinigt hat. Die Zeit drängt und die Einsatzstellen brauchen endlich Planungssicherheit. Es ist zu begrüßen, dass die Möglichkeit der freiwilligen Verlängerung geschaffen wird und jetzt auch zügig ein Konzept zur Reform der Freiwilligendienste vorgelegt werden soll. Die freiwillige Verlängerung als optionale Anschlusslösung ermöglicht jungen Männern nicht nur das Schließen biographischer Lücken, sondern auch eine längere Zeit des Erlernens sozialer und kommunikativer Kompetenzen. Hilfebedürftige Menschen würden mit einer größeren Kontinuität und weniger Fluktuation unterstützt werden können, was auch den Einsatzstellen zu Gute käme.

Die Vorgabe, erst nach zwei Monaten über die Verlängerung zu entscheiden und zu reden ist dabei sehr praxisfern. Hier handelt es sich um eine rein politische Entscheidung, die fern jeder Alltagsrealität ist. Wenn man vertrauensvoll miteinander arbeiten will, interessiert es alle Beteiligten natürlich von Anfang an, wie lange man miteinander zu tun haben wird. Es ist davon auszugehen, dass Einsatzstellen und Zivildienstleistende sich in der Praxis eher früher als später darüber austauschen, wie sie die gemeinsame Zeit gestalten wollen.“


Kinder sind unsere Zukunft

Postkartenaktion der Remscheider Träger von Offenen Ganztagsschulen

Postkarte Kinder

Damit Kinder Zukunft haben, wenden sich die freien Jugendhilfeträger der Offenen Ganztagsgrundschulen in Remscheid an die Landespolitiker in Nordrhein-Westfalen. Mit 5.000 Postkarten und entsprechenden Mottoplakaten mit dem Titel „Kinder sind unsere Zukunft“ können Eltern, die ihre Kinder in Remscheider Offenen Ganztagsgrundschulen angemeldet haben, und weitere Eltern von Grundschulkindern ab sofort die in allen Remscheider Grundschulen ausliegenden Postkarten ausfüllen. Unterstützt werden kann die Aktion auch von Eltern, deren Kinder sich in Kindertagesstätten befinden sowie von interessierten Remscheider Bürgerinnen und Bürgern. Die Unterzeichner unterstützen die vier zentralen Forderungen an die zukünftig regierenden Parteien. Mit der Aktion sind folgende Forderungen verbunden:

  • Gesetzliche Verankerung der offenen Ganztagsschulen und somit die Beendigung des Modellcharakters nach sieben Jahren.
  • Dynamisierung der Betriebskostenpauschale, um den tariflichen und inhaltlichen Anforderungen zukünftig gerecht werden zu können.
  • Festhalten an den jetzigen Elternbeiträgen und der Regelung zur Geschwisterermäßigung.
  • Gleichstellung aller Städte bei der Finanzausstattung für den „Offenen Ganztag“ und somit Unterstützung finanzschwacher Kommunen.

Die unterzeichneten Postkarten werden in den jeweiligen OGGS-Einrichtungen gesammelt. Nach der NRW-Landtagswahl werden die Jugendhilfeträger die Postkarten pünktlich zum Zeitpunkt der Koalitionsverhandlungen den zuständigen Politikern überbringen ...mehr.


"Quo vadis Remscheid"
Wie teuer wird das Sparen?!

© Der Paritätische Remscheid

Einladung zur Mitgliederkonferenz des PARITÄTISCHEN
Kreisgruppe Remscheid
am Mittwoch, 27. Januar 2010

ab 18.00 Uhr Öffentlicher Teil
Stehcafé
ab 18.30 Uhr
"Quo vadis Remscheid"
Wie teuer wird das Sparen?!
Veranstaltungsort:
Kraftstation
Honsberger Str. 2
42857 Remscheid
Die Räumlichkeiten sind barrierefrei zu erreichen.

18.30 Uhr Moderierte Diskussion mit der Kommunalpolitik

Thema:
Auswirkungen der kommunalen Finanzsituation auf die BürgerInnen

Der Paritätische macht sich immer größere Sorgen, wie es in Remscheid angesichts drohender Überschuldung weitergehen soll. Die Entwicklungen in Wuppertal lassen nichts Gutes erahnen.

Aus unserer Sicht ist schnelles und konzentriertes Handeln notwendig, um die Lebensqualität in der strukturschwachen Stadt zu retten und die kommunale Selbstverwaltung zu erhalten.

Wie Sie wissen, hat der Paritätische mit den anderen Verbänden seit Wochen bereits zu einem Bündnis für Remscheid aufgerufen, um mit vielen BürgerInnen gemeinsam für ein lebenswertes Remscheid zu kämpfen.
Dieses Bündnis wird mehrheitlich von der Politik unterstützt.

Wir freuen uns auf einen lebendigen Austausch unter Leitung des Moderators Andreas Vollmert vom WDR.

Pressemitteilung Wird Remscheid tot gespart lesen.

Bericht des -waterbölles 28.1.10-


Der letzte Schrei

pixelio

© pixelio - eliasin

Die Städte stehen mit beiden Beinen im Schuldenturm.
Kommunale Selbstverwaltung? Eine romantische Erinnerung aus dem Grundgesetz.
Die Kämmerer treiben die Städte mit ihrem autoaggressiven Verhalten zur Selbstverstümmelung. Die lebenswerten freiwilligen Leistungen weichen den Lebenserhaltenden Pflichtleistungen, der Patient haucht die letzten Atemzüge, irgendwer sagt „…gesundschrumpfen…“

Der letzte Schrei ist der Soundtrack dieser Epidemie.

Die Bündnisse in NRW vernetzen sich zu einer starken Bewegung.

Um dem gemeinsamen Protest Gehör zu verschaffen, wird für den

18.04.2010 von 12.oo bis 20.oo Uhr

ein Aktionstag vor dem Düsseldorfer Landtag vorbereitet.

Unter dem Motto „DER LETZTE SCHREI“ sind folgende Aktionen geplant:


Pleitegeieraktion Februar 2010

Rathaus

Die Pleitegeierfahne ist in Remscheid angekommen.
Weitere Informationen unter www.buendnis-fuer-remscheid.de

© Bündnis für Remscheid - Heidi Kendzierski


Bündnis für Remscheid gegründet

AGW

Foto: Lothar Kaiser (waterboelles.de)

Die Geschäftsführer Werner Fußwinkel. (Caritas) (mitte), Rainer Morteln (DRK) (links daneben), Reinhard Harfst (Diakonisches Werk) (links daneben), Ute Feldbrügge, (Der Paritätische), Hanspeter Braun (Caritas) (links außen) und Rainer Bannert (AWO), (rechts außen) sowie Norbert Horn (AWO-Kreisvorsitzender) sind sich einig: „Es muss etwas passieren!“


Regionale Armutsquote bei 13,6 %

Karte von Deutschlang mit hervorhebung von Regionen besonderer Armut

© Paritätischer Gesamtverband

Paritätischer legt ersten Armutsatlas für ganz Deutschland vor

Der Paritätische Gesamtverband hat in Berlin den ersten regionalen Armutsatlas für die Bundesrepublik vorgelegt. Demnach sind in der Region Düsseldorf (Städte Düsseldorf, Krefeld, Mönchengladbach, Remscheid, Solingen, Wuppertal, sowie die Kreise Mettmann, Viersen und Rhein-Kreis Neuss) 13,6 % der Menschen von Armut betroffen. Obwohl diese Quote knapp unter dem Bundesdurchschnitt (14,3 %) liegt wird deutlich, dass Armut auch im Raum Düsseldorf kein gesellschaftliches Randphänomen ist.

Nicht von ungefähr sind im Paritätischen in den Region zahlreiche Vereine und Initiativen mit dem Thema Armut und hier besonders mit Kinderarmut beschäftigt.

"Wir werden uns nicht damit abfinden, dass Menschen von gesellschaftlicher Teilhabe abgekoppelt werden. Armut und die Not der Menschen werden wir auch weiterhin sehen und sichtbar machen" so Karl-Manfred Halbach, Vorsitzender der Kreisgruppe des Paritätischen in Remscheid. Der Armutsatlas leistet erstmalig eine Gesamtübersicht zur regionalen Verteilung von Armut in Deutschland. Die bisherigen bundesweiten Armutsberichte, wie sie z.B. von der Bundesregierung periodisch vorgelegt werden, arbeiten mit Durchschnittswerten, die nichts über die tiefe Zerrissenheit der Lebensverhältnisse in Deutschland aussagen. Sie können damit auch keine Hinweise für eine gezielte regionalspezifische Armutsbekämpfung geben. Diese Lücke schließt der Paritätische Armutsatlas. Er liefert neue Erkenntnisse und zeigt neue Perspektiven für die Armutsberichterstattung auf. Neben einem umfänglichen Kartenwerk erhält er ein Ranking aller Regionen bezüglich ihrer Armutsbetroffenheit.


Foto: Lothar Kaiser (waterboelles.de)

Remscheider Freiwilligenzentrale " Die Brücke"

Anlaufstelle für freiwilliges und ehrenamtliches Engagement in Remscheid nimmt Arbeit auf.

Die Freiwilligenzentrale versteht sich als Vermittlungsagentur zwischen den Interessen der Freiwilligen und den Bedürfnissen der Institutionen.
Viele Menschen sind bereit freiwillig zu helfen, oft ist aber die Schwellenangst groß bei einer Organisation vorzusprechen.
Die Brücke möchte als unabhängige Zentrale diese Angst nehmen und Menschen, die suchen, und Menschen, die anbieten, miteinander besser vernetzten.
Freiwillige müssen nicht Mitglied im Verein werden. "Ihr Engagement soll kein Festnageln für alle Zeiten sein, sondern vorübergehenden Einsatz ermöglichen" erläutert Karl-Manfred Halbach ehrenamtlicher Vorsitzender des Paritätischen auf der Pressekonferenz.

Übrigens: Laut Statistik der Berufsgenossenschaft BGW haben sich 2007 1.640 Ehrenamtliche in unseren 32 Mitgliedsorganisationen in Remscheid engagiert. Mehr

Hier geht es zu den aktuellen Stellenangeboten unserer Mitgliedsorganisationen aus Remscheid:

Flexible Erziehungshilfe


Der Paritätische fordert mehr Qualität im offenen Ganztag

© Kraftstation - OGS Daniel-Schürmann-Schule

Die Bildung unserer Kinder ist für uns als Industrieland ein unverzichtbares Gut. Deshalb ist die frühe Förderung unserer Kinder eine wichtige Weichenstellung für uns alle.

Der Kreisgruppenvorstand hat sich in letzter Zeit intensiv mit dem Thema mangelnde finanzielle Ausstattung der Offenen Ganztagsgrundschulen beschäftigt und beschlossen sich diesem wichtigen Thema in 2009 besonders zu widmen.

Als Datei ist der offene Brief vom 04.02.2009 angehängt, welchen wir an die Verwaltung, Politik und an die örtliche Presse gesendet haben.

Anbei ein Artikel der Bergischen Morgenpost sowie ein Folgeartikel der Bergischen Morgenpost.

Auch auf Landes­ebene setzt sich der Verband für eine weitere dringend notwendige Verbesserung der Ressourcen für dieses Angebot ein.


JobPerspektive § 16 a SGB II -

eine Perspektive für ArbeitgeberInnen und ArbeitnehmerInnen

© hofschlaeger pixelio.de

Das bundesweite Programm „JobPerspektive" bietet mit Hilfe eines Beschäftigungszuschusses auch jenen Menschen eine Perspektive im Erwerbsleben, die wegen ihrer verminderten Leistungsfähigkeit sonst keine Chance auf dem Arbeitsmarkt mehr hätten.
Für Nordrhein-Westfalen werden bis zu 20.000 neue Stellen für schwer vermittelbare Langzeitarbeitslose erwartet.

Das Programm ist interessant für Arbeitgeber, die soziales Engagement und betriebswirtschaftliche Personalpolitik vereinen möchten. Die Arbeitsgemeinschaften (ARGE) übernehmen bis zu 75 Prozent der Lohnkosten, wenn ein Unternehmen einen schwer vermittelbaren Langzeitarbeitslosen einstellt. Das Land unterstützt die Umsetzung der „JobPerspektive" in Nordrhein-Westfalen aktiv und nimmt für flankierende Projekte mehr als 2,5 Millionen Euro in die Hand.

Hier in Remscheid hat unsere Mitgliedsorganisation Arbeit Remscheid gGmbH - Gesellschaft für Beschäftigung und Qualifizierung - in Kooperation mit der ARGE Remscheid eine InfoPost herausgegeben.

Weitere Fragen beantwortet Ihnen gerne Matthias Fränz.

Die Gesellschaft für innovative Beschäftigungsförderung (G.i.B) hat Videoclips von interessanten Förderfällen zusammengestellt. Diese Clips finden Sie hier.

Übrigens: Kulturbahnhof Billerbeck - IBP e.V. (siehe Nr. 4) ist eine Mitgliedsorganisation des Paritätischen im Münsterland.


Bundesweit tritt der Paritätische mit einem neuen Verbandslogo auf. Mit einem blau ummantelten roten Gleichheitszeichen bringt er auch die sozialpolitische Grundhaltung des Wohlfahrtsverbandes zum Ausdruck: Der Einsatz für gleichwertige Lebensverhältnisse, gleiches Ansehen und gleiche Chancen für alle Menschen, unabhängig von ihrer sozialen und kulturellen Herkunft, ob mit oder ohne Behinderungen.


Besserverdiener zahlen mehr, Arme nichts

Gestaltung der Elternbeiträge in Remscheid

Gut verdienende Eltern sollen ab August für Kindergartenplätze mehr bezahlen. Dafür sollen in den unteren Einkommensgruppen mehr Familien als bisher vom Beitrag befreit werden. Eine Änderung war durch das im Oktober 2007 in Kraft getretene (Kibiz) des Landes NRW nötig geworden.
Das bietet Eltern mehr Wahlmöglichkeit bei den Wochenstunden, die ihre Kinder in den Tageseinrichtungen verbringen sollen.
Für den größten Teil der Eltern wird sich nichts verändern. 45 Betreuungsstunden (ähnlich wie bisher) kosten sie weiterhin je nach Einkünften zwischen 45 Euro (Jahreseinkommen in Euro 18.000-26.000) und 278 Euro (74.000-87.000 Euro). Vom Beitrag befreit sind Eltern unter Einkünften von Euro 18.000 sowie Hartz IV-Empfänger. Der bisherige Freibetrag lag bisher bei Euro 12.500. Ein höher Verdienender zahlt jetzt für den Betreuungsplatz zwischen Euro 326 und 350 (bisher Euro 278).
Laut Sozialdezernent Burkhard Mast-Weisz (SPD) war diese Erhöhung nötig, weil Geringverdiener besser gestellt, die Einnahmen aber gleichzeitig auf dem Niveau von etwa 2,6 Millionen Euro bleiben sollten.

Statt wie versprochen mehr Bildung bringt es höhere Kosten für Eltern und Risiken für die Träger von Kindergärten.

„Als große Herausforderung sehe ich das neue Kibiz an.“ sagt Ute Feldbrügge, Geschäftsführerin des PARITÄTischen in Remscheid.
Mit dem Ende Oktober beschlossenen neuen Gesetz kommt eine enorme Planungsunsicherheit auf die Träger von Kindertageseinrichtungen zu. Bei den Betreuungszeiten werden die Eltern zwischen 25, 35 und 45 Stunden pro Woche wählen können. Danach bemisst sich auch der Elternbeitrag. Die Wohlfahrtsverbände begrüßen zwar die Flexibilisierung, befürchten jedoch bei steigenden Elternbeiträgen werde dies dazu führen, dass gerade Kinder, die den Kindergarten am nötigsten haben, nur 25 Stunden kommen. Völlig ungeklärt ist, wie Hartz IV-Empfänger behandelt werden. Ute Feldbrügge befürchtet „Ungleichheit in den Lebensbedingungen haben wir bereits. Jetzt gehen Bildungschancen in den Tagesstätten verloren.“

"Es komme jetzt darauf an, wie die lokale Politik in Remscheid die Elternbeiträge gestaltet und wie die Ausführungsbestimmungen ausfallen." ergänzt Ute Feldbrügge.


Breite Front gegen Kibiz in Remscheid

Kibiz in Remscheid

Die freien Träger der Kindertagesstätten in Remscheid sind sich einig: Das von der Landesregierung geplante neue Kinderbildungs-Gesetz würde nur Nachteile bringen – für die Bedingungen der täglichen Arbeit und damit für die Kinder, die man betreut.

Die in Remscheid bei den Kindertageseinrichtungen bunt gemischte Trägerstruktur hat sich bewährt, finden die Vertreter der Wohlfahrtsverbände. Und dieses gute Miteinander ist ein Grund dafür, warum man jetzt im Protest gegen das geplante Kinderbildungsgesetz - kurz KiBiz - den Schulterschluss zeigt. In einem Pressegespräch am Montag, den 17. September stellten die Vertreter der Wohlfahrtspflege ihre Sicht der Dinge dar.

Danach hätte das Gesetz, das bislang nur als Entwurf vorliegt, katastrophale Auswirkungen für Träger, ihre Mitarbeiter, die Kommune und die Eltern. Gerade Städte mit einer schwachen finanziellen Ausstattung, zu denen bekanntermaßen auch Remscheid gehört, würden durch KiBiz die Elternbeiträge deutlich anheben müssen.

Die fünfprozentige Erhöhung, die die Familien gerade erst in Kauf nehmen mussten, sei da erst der Anfang, befürchtet Ute Feldbrügge vom Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband. Hinzu komme eine enorme Planungsunsicherheit auf die Träger zu. Bei den Betreuungszeiten sollen die Eltern zwischen 25, 35 und 45 Stunden pro Woche wählen können. Danach bemisst sich auch der Elternbeitrag. Die Wohlfahrtsverbände begrüßen zwar die Flexibilisierung, befüchrten jedoch bei steigenden Elternbeiträgen werde dies jedoch dazu führen, dass gerade Kinder, die den Kindergarten am nötigsten haben, nur 25 Stunden kommen. Völlig ungeklärt ist, wie Hartz IV-Empfänger behandelt werden. Frau Feldbrügge befüchtet „Ungleichheit in den Lebensbedingungen haben wir bereits. Jetzt gehen Bildungschancen in den Tagesstätten verloren.“

„Durch KiBiz kommt ein unkalkulierbares Risiko auf die Träger zu“, sagte Werner Fußwinkel, Geschäftsführer des Remscheider Caritasverbandes. Denn die Einrichtungen müssen mit einem festen Personalstamm arbeiten, den sie dann in jedem neuen Kindergartenjahr dem Wahlverhalten der Eltern anpassen müssen.
Auch die Qualität der Betreuung und die Möglichkeiten der individuellen Förderung werden leiden, ist Ingrid Rosiejka von der Arbeitsgemeinschaft Kita überzeugt. Die Zeit, die den Erziehenden in den Einrichtungen zur Vor- und Nachbereitung bislang zur Verfügung steht, werde gekürzt, und auch die Freistellung der Kita-Leitung stünde zur Disposition. „Die Betreuung unter KiBiz kann mit wenigen Worten auf den Punkt gebracht werden: satt, trocken, fertig. Damit kann kein Mitarbeiter zufrieden sein“, sagte Rosiejka.

Zudem sei die Zeitschiene zur Umsetzung der geplanten Änderungen enorm eng, monierte auch Claudia March als Fachberaterin für Kindertageseinrichtungen des Evangelischen Kirchenkreises Lennep.
Die Tagesstätten haben mit altersgemischten Gruppen ein Angebot für unter Dreijährige aufgebaut. Drei Erzieherinnen kümmern sich um 15 Kinder (acht unter Drei, sieben über Drei). Künftig soll es nur Gruppen mit zehn unter Dreijährigen und zwei Erzieherinnen geben. Der Vorteil, das junge von älteren Kindern lernen, ist verloren.

Offiziell wolle das Land mit dem Gesetz die frühkindliche Bildung fördern. „Faktisch geht es aber um eine Risikoverlagerung von oben nach unten“, meint Ralf Barsties vom Diakonischen Werk.

Pressemitteilung "Wohlfahrtsverbände lehnen Entwurf des KiBiz ab"


25 Jahre Paritätisches Engagement in Remscheid

Wir feierten diesen besonderen Anlass am Sonntag, den 06. Mai 2007 mit unseren heutzutage 30 Mitgliedsorganisationen, zahlreichen Vertretern aus Politik, Verwaltung, unseren Kollegen aus der Wohlfahrtspflege sowie aus anderen Bereichen des öffentlichen Lebens. Sie alle haben in einem Vierteljahrhundert dazu beigetragen, daß einiges in dieser Zeit auf diversen sozialen Ebenen verbessert, ausgebaut und immer wieder neu gestärkt und gestützt werden konnte.

Unermüdlich uneigennützig

"Werden wir die Hilfe noch fortsetzen können? Uns in diesen schwierigen Zeiten mit all den Unsicherheiten und Sorgen noch weiter für die Bürger engagieren können, die diese Hilfe dringend nötig haben? Was wäre mit dem Sozialstaat heutiger Zeiten, wenn es nicht Menschen gäbe, die sich unermüdlich und uneigennützig für die Schwächsten der Gesellschaft einsetzen."
Diese Fragen wurde bei schönstem Sommerwetter bei der Feierstunde thematisiert.

"Sie geben den Menschen - egal ob Alt oder Jung - das Gefühl, dass sie für unsere Gesellschaft wichtig sind," betonte Beate Wilding im Muttercafé "mamma mia" und dankte für das große, vielfach ehrenamtliche Engagement.
In ihrer Hochachtung vor sozialer Arbeit, die häufig im Stillen wirke und in der Öffentlichkeit nicht immer die verdiente Aufmerksamkeit erhalte, bezog die OB besonders den heutigen Vorsitzenden der Kreisgruppe, Herrn Halbach, ein.

Herr Halbach, (Mitte) Vorsitzender und Herr Söhnchen, (links) stellvertretender Vorsitzender des Paritätischen in Remscheid, im Gespräch mit unserer Vermieterin Frau Tillmans (rechts).

 

"Mehr denn je durchleben die Mitglieder des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes schwierige Zeiten, verbunden mit der bangen Frage, ob sie die Hilfen, die von ihren Mitbürgern benötigt wird, überhaupt noch leisten können." sagt Karl-Manfred Halbach.

Frau Oberbürgermeisterin Beate Wilding im Austausch mit Herrn Jürgen Meurer, stellvertretender Vorsitzender des Pariätischen Landesverbandes.

 

Jürgen Meurer, der stellvertretende Vorsitzende des Landesverbandes wies mit Nachruck darauf hin, dass man in den Bemühungen für eine gerechte Zukunft aller Bürger nicht nachlassen dürfte. "Gerade für die Zukunftsperspektivn unserer Kinder müssen wir streiten." hob er hervor.

Frau Ankay-Nachtwein, stellvertretende Vorsitzende der Kreisgruppe, im Gespräch mit Herrn Jürgen Kucharczyk, Bundestagesabgeordneter aus RS.

 

Die neue Geschäftsführerin Ute Feldbrügge holt sich letzte Tipps von Herrn Martin Huesmann, den Gründungsgeschäftsführer der Kreisgruppe.

 

Frau Karin Witthinrich, ehemalige Geschäftsführerin der Kreisgruppe mit Ehemann.

 

Herr Prof. Dr. Butterwegge
Politikwissenschaftler

Es ist uns gelungen, Herrn Prof. Dr. Christoph Butterwegge anläßlich unseres Jubiläums zu gewinnen. Er zeigte zum Thema: Armut im Sozialstaat - "vom Bismarck'schenSozialversicherungsstaat zum Almosen - und Suppenküchenstaat" interessante Aspekte auf.

So berichtete am nächsten Tag auch die Remscheider Mogenpost, daß in seinem Festvortrag der namhafte Prof. Dr. Christoph Butterwegge sagte, daß die Gesellschaft nach wie vor in Klassen und Schichten eingeteilt sei- auch wenn manche Politiker dies nicht gerne hören wollten. Er wehrte sich dagegen, den von Armut und sozialem Abstieg Betroffenen selbst die Schuld an ihrer Situation zuzusprechen. "Zunächst müssen wir gerade den jungen Menschen die Möglichkeit geben, an ihrem eigenen Aufstieg zu arbeiten."

Unsere Feier wurde musikalisch begleitet von dem Quintett Heini Dörr.


Neue Sachbearbeitung in Remscheid

Am 01. Februar 2007 hat Ulrike Mättig ihre Tätigkeit in der KG Remscheid aufgenommen. Sie bringt als kontaktfreudige Bankkauffrau solide Kenntnisse in allgemeiner Büroorganisation und Verwaltung mit. Insbesondere freut sie sich darauf, nach mehrjährigem Arbeitseinsatz in räumlicher Distanz zu ihrem Wohnort Remscheid, nun in einem neuen, vielschichtigen Arbeitsumfeld tätig zu sein.
Gerne steht sie den weitgehend persönlich bekannten Mitgliedsorganisationen und jedem Interessierten ab sofort mit Rat und Tat sowie persönlichen Hilfestellungen zur Seite.

 



 
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