Eine bunte Kreidezeichnung, die den COVID-Virus darstellen soll, auf Pflastersteinen. In der Mitte der Zeichnung steht das Wort "Corona".

Kitas nicht alleine lassen!

Corona-Pandemie: Paritätischer und Fröbel-Gruppe fordern bessere Unterstützung für Kindertageseinrichtungen

Mit einem Brandbrief macht der Paritätische auf die schwierige Situation der Kindertageseinrichtungen während der Corona-Pandemie aufmerksam. Er appelliert an Bundesfamilienministerin Franziska Giffey und die Ministerpräsident*innen der Bundesländer, dafür zu sorgen, dass die Einrichtungen ihrer Aufgabe verantwortungsvoll nachkommen können und der Schutz von Mitarbeitenden und Kindern gewährleistet ist. Auch die Fröbel-Gruppe richtet sich angesichts der sich verschärfenden personellen Situation in den Kitas mit einem „Brief an Deutschland“ an die Öffentlichkeit. Fröbel ist eine Mitgliedsorganisation des Paritätischen und Deutschlands größter überregionaler freigemeinnütziger Träger von Kindertageseinrichtungen. In NRW betreibt die Fröbel-Gruppe rund 70 Einrichtungen.

Notwendig: Verlässliche Unterstützung, bessere Maßnahmen, mehr Personal

„Bund und Länder haben es im Sommer versäumt, tragfähige Konzepte umzusetzen. Das muss unverzüglich nachgeholt werden”, heißt es im Schreiben von Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbands an die Bundesfamilienministerin und die Ministerpräsident*innen. Um bei Verdachtsfällen schnell und umfassend reagieren zu können, brauche es eine verlässliche Unterstützung durch die öffentlichen Gesundheitsdienste. Es müsse zudem bedarfsgerechtere Maßnahmen zur Umsetzung des Infektionsschutzes geben. Damit Mehraufwände und Personalausfälle verkraftet werden können, fordert der Paritätische zudem den Ausbau personeller Ressourcen.

Forderung nach Rechtssicherheit für abgestufte Modelle des Regelbetriebs

Auch Fröbel macht auf die sich verschärfende Personalknappheit aufmerksam. Damit Eirichtungen auch bei großen Personalengpässen geöffnet bleiben können, fordert Fröbel Rechtssicherheit beim Aushandeln abgestufter Modelle des Regelbetriebs. Dazu gehörten die Vergrößerung oder Auflösung von bisher getrennt betreuten Gruppen, die Einschränkung von Öffnungszeiten und die zeitlich befristete Verkürzung von Betreuungszeiten als letztes Mittel. Nur wenn man anerkenne, dass es mehr gebe als „Die Kita öffnet wie immer“ oder „Die Kita macht nur Notbetreuung“ könne man gemeinsam dafür sorgen, dass die Einrichtungen in der zweiten Welle auch wirklich geöffnet bleiben.

 


Bild: ©Markus Spiske/Unsplash